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Sanierung des Stader Heimatmuseums läuft hinter den Kulissen auf Hochtouren

Das Heimatmuseum in Stade muss saniert werden
lt. Stade. Ein großes Projekt steht Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers und seinem Team bevor. Das seit 2010 geschlossenen Heimatmuseum an der Inselstraße soll saniert und endlich wieder für Besucher zugänglich gemacht werden. Bis es soweit ist, wird es zwar wohl noch etwas dauern. Hinter den Kulissen passiert aber schon jetzt viel, verrät Möllers.
"Derzeit diskutieren wir mögliche Nutzungskonzepte und prüfen, was machbar ist", sagt der Museumsdirektor. Außerdem werde alles für den Umzug der rund 1.000 Exponate vorbereitet. Fast alle Exponate seien bereits digital erfasst. Alles müsse raus, auch die eingebauten Kachelöfen.
Dabei kämen Restauratoren zum Einsatz. Sie seien auch bei den vielen Exponaten gefragt, die sich noch im Keller des 1904 erbauten Museums befänden und teilweise vom Holzwurm befallen seien.
Fest stehe schon jetzt, dass das sanierte Museum nicht täglich, sondern auf Nachfrage geöffnet sein werde, so Möllers. Er rechnet damit, dass die Sanierung innerhalb der kommenden drei Jahre starten kann und hofft auf Fördermittel für das Projekt.
"Dieses tolle Gebäude ist der älteste Museumsbau Norddeutschlands und repräsentiert die Identität unserer Region", sagt Möllers.
Geplant wurde das Heimatmuseum, um die Sammlungen des "Vereins für Geschichte und Altertümer der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden und des Landes Hadeln" für Bürger und Schulen zugänglich machen.
Das große Wappenfenster im Innern über dem Treppengang mit den Wappen der Adelsfamilien des Landes zwischen Elbe und Weser macht deutlich, wieviel Unterstützung das Museumsprojekt damals erfahren hat.
Die volkskundliche und historische Ausstellung, die bislang im Heimatmuseum zu sehen war, gliederte sich in bürgerliche und bäuerliche Kultur. Die bäuerliche Kultur wurde mit der bedeutenden Sammlung Altländer Trachten und landwirtschaftlichen Objekten dargestellt. Zu den bürgerlichen Exponaten gehörte ein städtischer Wohnraum des 18./19. Jahrhunderts mit einer großen und äußerst seltenen Landschaftstapete mit Schweizer Motiven von 1825.