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Satzung wird geändert: "Das ist nicht mehr gelebte Praxis"

Der Museumsverein betreibt u.a. den Schwedenspeicher in Stade (Foto: tp)
bc. Stade. Damit der Museumsverein Stade, der sich um vier Museen in der Hansestadt kümmert, wirtschaftlich arbeiten kann, muss fast 40 Jahre nach der Gründung die Satzung dringend überarbeitet werden. Nach dem alten Regelwerk ist ein Geschäftsbetrieb quasi ausgeschlossen. "Das ist nicht mehr gelebte Praxis", sagte Museumsleiter Dr. Sebastian Möllers vor dem Kulturausschusses des Landkreises Stade, der am Mittwoch auf dem Gelände des Bäuerlichen Hauswesens in Bliedersdorf tagte.

Die Ausschussmitglieder stimmten der neuen Satzung vorbehaltlich einer Kostenaufstellung zu. Darin ist u.a. auch geregelt, dass der erweiterte Vorstand aufgelöst wird, um den Verein organisatorisch zu verschlanken.

In einer weiterführenden Partnerschaftsvereinbarung über die Museumsarbeit in Stade, für die der Ausschuss ebenfalls grünes Licht gab, erhält der Museumsverein wesentliche neue Aufgaben. So übernimmt der Verein künftig die Verantwortung für alle musealen Sammlungen des Stader Geschichts- und Heimatvereins (Magazinierung, Pflege, Versicherung, Präsentation, etc.). Zudem soll der Verein offiziell den Betrieb des Freilichtmuseums betreuen und an der Unterhaltung des Heimatmuseums (Inselstraße 12) beteiligt werden, das seit 2010 für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Letzteres soll umfassend saniert werden und wieder öffnen. Künftig sollen dort neben einer musealen Nutzung auch Workshops, Seminare und andere Veranstaltungen stattfinden.

Über die Mehrkosten für den Landkreis herrscht noch Unklarheit. Kreistagsmitglied Robert Kamprad (CDU) dazu: "Die Stader Museumslandschaft wird erweitert. Das heißt auch erweiterte Kosten."

Zur Erklärung: Der Museumsverein wurde 1977 gegründet. In der Vereinbarung wird die Zusammenarbeit der drei Träger, Landkreis Stade, Hansestadt Stade und Stader Geschichts- und Heimatverein, geregelt.