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Schleimiger Albtraum: Nacktschnecken treiben ihr Unwesen

Nacktschnecken sind der Albtraum jedes Gartenbesitzers
(lt). Schleimig, gefrässig und ein Albtraum für alle Gartenliebhaber: Nacktschnecken finden in diesem verregneten Juli optimale Bedingen, um massenweise in Blumen- und Gemüsebeeten ihr Unwesen zu treiben.
Am häufigsten müssen Gartenbesitzer den Kampf mit der braunen Spanischen Wegschnecke aufnehmen. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und hat die heimische schwarze Nacktschnecke und andere Arten weitgehend verdrängt, seit sie vor rund 50 Jahren nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde.

Das braune glibschiege Weichtier ist nicht nur sehr gefräßig, sondern für eine Schnecke auch äußerst schnell: 15 bis 20 Meter schafft sie im Lauf eines Tages. Zudem ist sie gegen Trockenheit vergleichsweise wenig empfindlich und wird aufgrund ihrer starken Schleimabsonderung meist selbst von Igeln oder Kröten als Leckerbissen verschmäht.

Das massenhafte Auftreten gerade von Nacktschnecken zeige, dass das natürliche Gleichgewicht gestört sei, schreibt der Naturschutzbund (NABU). Gartenbesitzer sollten deshalb im Kampf gegen die schleimigen Vielfraße vor allem deren natürliche Feinde wie Igel, Kröten oder Blindschleichen im Garten fördern und auf eine naturnahe Gestaltung setzen.
Es könne auch hilfreich sein, um die Beete eine breite Schicht aus Sägemehl und Kalk zu streuen. Schnecken meiden raue Oberflächen, und der Kalk verätzt ihre Sohle. Bei Regen sei diese Methode aber nur bedingt wirksam oder müsse häufig wiederholt werden.
Sehr zu empfehlen sei auch der Einsatz von Kaffee und Kaffeesatz. Im Fachhandel gebe es zudem sogenannte Schneckenzäune, die von den Tieren nicht überklettert werden können.

Wem es zu aufwändig ist, sich extra Enten oder Hühner zur Schneckendezimierung anzuschaffen, kann natürlich auch Gift einsetzen. Oder der Umwelt zuliebe die Glibbertiere einfach einsammeln und in gut verschließbaren Behältern entsorgen. Die beste Zeit zum Schneckensammeln ist spät abends oder nach einem warmen Regen ganz früh morgens.