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Schüler putzen Stades Stolpersteine

Nafar Afar (li.) aus Israel und Weronika Kustowska aus Polen reinigen einen Stolperstein am „Hagedorn“ in der Altstadt (Foto: bc)
bc. Stade. 21 Stolpersteine erinnern in Stades Altstadt an die Opfer der NS-Diktatur. Weil sie teilweise so dreckig sind, dass sie nicht mehr zu lesen sind, haben jetzt Schüler der Trinationalen Jugendbegegnung Hand angelegt und kurzerhand die Steine auf Hochglanz poliert.

Zehn Tage waren je zehn Schüler aus Stades Partnerstädten Givat Shmuel (Israel) und Goldap (Polen) in der Hansestadt zu Gast. Die Partnerschaftsbeauftragte der Stadt, Karina Holst, hatte mit einem Team ein vielfältiges Programm für die 16- bis 17-jährigen Jugendlichen ausgearbeitet. Sie kündigte an, dass die elf deutschen Teilnehmer des Austausches in den nächsten zwölf Monaten eine Pflegepatenschaft für die Stolpersteine übernehmen werden.

Zudem plant Stade Tourismus und das Stadtarchiv Stolperstein-Führungen.
Die Stolperstein-Reinigung war nur ein Punkt auf der Agenda der Austauschschüler. Unter anderem machte die Gruppe auch Ausflüge ins frühere Konzentrationslager Bergen-Belsen, nach Berlin, Hamburg und Lüneburg. Im kommenden Jahr trifft sich die Gruppe in Israel und Polen.