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Schuften auf steilem Terrain in Stade

Schwitzend schiebt Postbote Rainer Borchers seine schwere Karre die steile Altstadtstraße "Hinterm Hagedorn" hoch

44 Jahre Postbote in der Altstadtt: Rainer Borchers (60) nimmt die Herausforderung mit Sportsgeist

tp. Stade.
Die Stader Altstadt mit ihrem Huckelpflaster und starken Steigungen gilt nicht nur unter Eltern mit Kinderwagen und Gehbehinderten mit Rollator als unwegsames Terrain - auch Postbote Rainer Borchers (60) plagt sich täglich mit seiner mit Briefen voll beladenen Handkarre ab.

An der Straße Hinterm Hagedorn, wo er auch das WOCHENBLATT zu Fuß mit Sendungen beliefert, geht es über eine lange Strecke steil bergauf. Stellenweise läuft der Zusteller beinahe waagerecht hinter seinem gelben Karren, den er mitunter nur mit größter Mühe vom Fleck bekommt. Ähnliche Verhältnisse herrschen an der Steilen Straße, die ihren Namen laut Borchers zu Recht trägt. Insgesamt drei Mal pro Arbeitstag belädt der emsige Postbote, der seit 44 Jahren in Stade im Dienst ist, seinen Wagen im Winter wie im Sommer mit jeweils einem Zentner Post, bevor er sich nach insgesamt 14 Kilometern Wegstrecke erschöpft in den Feierabend verabschiedet.

Bei seinem Arbeitgeber bat er einmal um eine Postkarre mit elektrischem Hilfsmotor. Der "gelbe Riese" lehnte ab. Borchers, verheirateter Vater von drei erwachsenen Kindern, nimmt es gelassen und sportlich: "So gehe ich in ein paar Jahren garantiert gesund und fit in Rente."