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Seit 30 Jahren immer wieder "reif für die Insel"

Cord Hinrich und Helgard Blanke haben seit 30 Jahren ein Ferienhaus auf Lühesand
 
Helgard Blanke auf ihrem Grundstück auf Lühesand
Helgard und Cord Hinrich Blanke haben sich auf Lühesand eine Ferien-Oase geschaffen / Natur pur auf dem 124 Hektar großen Eiland

lt. Lühesand. Dass Cord Hinrich Blanke 82 Jahre alt ist, sieht man dem pensionierten Lehrer aus Fredenbeck nicht an. "Die Insel hält mich wohl jung", sagt der fitte Senior und lässt seinen Blick über eine grüne Landschaft zur Elbe schweifen. Vor 30 Jahren kaufte er zusammen mit seiner Frau Helgard (75) ein kleines Wochenendhaus auf Lühesand - und hat die einstige "Bruchbude" inzwischen in eine wahre Ferien-Oase verwandelt.
Überall auf dem Grundstück gibt es versteckte Sitzgelegenheiten, im liebevoll dekorierten Garten blühen bunte Blumen. Über eine kleine Treppe hinter dem Häuschen erreicht man die selbstgebaute "Kota", eine nach skandinavischem Vorbild errichtete Grill- und Saunahütte, in der man gemütlich auf Fellen im Kreis zusammen sitzen kann. Ein Stück weiter lädt ein runder Pool zum Baden ein. Auch wenn das Wasser in einem durchwachsenen Sommer wie diesem meist "etwas frisch" ist, sagt Blanke.
Für Gäste hat der Lühesand-Fan, der so viel Zeit wie möglich auf dem idyllischen Eiland verbringt, außerdem eine kleine Hütte mit Schlafgelegenheiten gebaut. Vor allem seine fünf Enkelkinder (22 bis 12 Jahre alt) kommen immer gern zu Besuch auf die Elbinsel. Inzwischen hat eine der beiden Töchter der Blankes ebenfalls ein Häuschen auf Lühesand.
"Hier trifft sich oft die ganze Familie zum Feiern", sagt Helgard Blanke. Wie ihr Mann auch, schätzt sie die einmalige Natur und die Ruhe auf der 124 Hektar großen grünen Insel, auf der ca. 40 Rehe und viele verschiedene Vogelarten leben. "Hier finde ich die Zeit zum Lesen und Briefe schreiben", sagt die pensionierte Lehrerin. Abends sitzt sie gern im maritim eingerichteten Wohnzimmer und strickt vor dem Fernseher. Wenn es kalt wird, schalten die Blankes einfach ihre kleine Elektroheizung ein.
Ihr Häuschen verfügt - wie alle anderen der knapp 20 festen Feriendomizile auf dem nördlichen Teil der Insel - über einen Strom- und Wasseranschluss. Auf dem Campingplatz in der Mitte der Insel müssen sich die Urlauber dagegen selbst mit Strom versorgen. Die meisten haben Solarzellen aufgestellt. Wasser muss dort an verschiedenen Stellen per Kanister geholt werden. Fließend Wasser und Strom haben neben den Ferienhäusern nur die sanitären Anlagen und das urige Gasthaus, das man auch für Feiern mieten kann.
Zu erreichen ist das idyllische Eiland in der Saison zwischen März und Oktober übrigens nur mit dem Boot. Campingplatz-Pächter Holger Blohm, der sich in dritter Generation für Lühesand zuständig ist, bringt mehrmals am Tag vom Anleger hinterm Deich in Hollern-Twielenfleth Gäste über die Elbe. Die Fahrt zur Insel dauert keine fünf Minuten.
Im Herbst müssen aufgrund der Überflutungsfgefahr übrigens alle Wohnwagen zurück aufs Festland. Holger Blohm nutzt dafür seine große Fähre Sottje II. Damit werden auch die Galloway-Rinder im Herbst wieder von der Insel bugsiert. Sie "bewohnen" im Frühjahr und Sommer den südlichen Teil der Insel und "pflegen" das Landschaftsschutzgebiet.
Einziges Manko: Auf Lühesand gibt es seit den 1970er Jahren keinen Strand mehr. Schöne Stellen zum Baden sind schwer zu finden. Die Samtgemeinde Lühe arbeitet aber daran, dass es womöglich bald wieder einen Strand-Abschnitt an der Lühesander Süderlebe gibt. Mehr dazu lesen Sie am kommenden Mittwoch im WOCHENBLATT.
• Weitere Infos sowie die Abfahrtszeiten der Fähre unter www.luehesand.de