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So läuft das mit der A26 in Stade

Gut zu sehen: In weiten Teilen soll die Autobahn parallel mit dem neuen Industriegleis verlaufen. Durch die Verlegung bedarf es zweier neuer großer Brückenbauwerke, eine Brücke fällt weg (Foto: Grafik: MSR)
bc. Stade. Die A26 ist seit Jahren in aller Munde. In diesen Tagen wird intensiv über die Abfahrt in Buxtehude diskutiert. Über den fünften Bauabschnitt von Stade bis Drochtersen spricht dagegen öffentlich kaum einer. Obwohl die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr fleißig an der Trassenführung feilt.

Nachdem in Stade die Erkenntnis gereift ist, dass es ein großer Gewinn sein könnte, das Industriegleis aus der Innenstadt an den Stadtrand zu verlegen (das WOCHENBLATT berichtete), mussten die Ingenieure umplanen. Wir geben einen Überblick über den Status quo der Planungen für den Bereich Stade. Das sind die sechs neuralgischen Punkte (siehe Grafik).

1. Durch die Verlegung des Industriegleises muss die Autobahn an dieser Stelle mit einer Brücke über die Bahn geführt werden. Das Gleis verläuft danach nördlich parallel zur Autobahn, bis es auf die alte Gleistrasse trifft.

2. Entgegen der ursprünglichen Planung wird nun die Altländer Straße/Speersort über die A26- und Bahntrasse geführt.

3. Durch die Verlegung des Industriegleises fällt an dieser Stelle ein Bauwerk weg. Früher war hier eine Bahnbrücke geplant.

4. Damit die Schwinge weiter problemlos passierbar bleibt für größere Schiffe, wird die Autobahn in einem Trogbauwerk unter den Fluss gelegt.

5. Die Freiburger Straße wird durch den Autobahndamm für Kraftfahrzeuge gekappt. Später werden hier nur noch Fußgänger und Fahrradfahrer Richtung Stadersand durchkommen.

6. Die neue Autobahn-Abfahrt im Stader Norden entsteht westlich der Freiburger Straße bei Schnee und wird über einen Zubringer an die Freiburger Straße herangeführt.



2027 sollen die Autos rollen


Ende 2018 sollen laut Hans-Jürgen Haase, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade, die Planungen für den fünften Bauabschnitt der A26 abgeschlossen sein. Danach muss der Bund den Planungen zustimmen und offiziell das Planfeststellungsverfahren genehmigen. Der Baubeginn ist für 2021 vorgesehen. Zuerst wird ein Vorbelastungsdamm aufgeschüttet, um den feuchten Marschboden zu verfestigen. Auch das Bahngleis braucht einen Damm. 2027 sollen die ersten Autos über die Autobahn rollen. Möglicherweise wird die Autobahn ähnlich wie im Alten Land abschnittsweise geöffnet, so dass die Anschlussstelle bei Schnee freigegeben werden kann, bevor die Autobahn bis Drochtersen fertig ist. Zwei getrennte Planverfahren machen das möglich. Die Anschlusstelle bei Schnee könnte auch vorübergehender Endpunkt aus der anderen Richtung sein, wenn nämlich der nördliche Abschnitt eher realisierbar sein sollte.