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So will Stade künftig für sich werben

Die Stade Tourismus GmbH - hier auf dem Foto die Tourist-Info - soll zwei weitere Abteilungen erhalten: ein City- und ein Veranstaltungsmanagement (Foto: tp)
Etablierte Tourismus GmbH soll um ein Stadtmarketing erweitert werden

bc. Stade. "Ganz ehrlich: In Stade steckt mehr, als Fremde von uns wahrnehmen", unterstrich Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) am Mittwoch im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Freizeit. Die Konsequenz: Die Stadt brauche ein professionelles Stadtmarketing. Wie berichtet, laufen die Vorbereitungen dafür hinter den Kulissen auf Hochtouren. Am Mittwoch gaben die Ausschuss-Mitglieder einstimmig grünes Licht für das aktuelle Konzept.
Eine Arbeitsgruppe - bestehend aus Politikern, Verwaltungsprofis, Ehrenamtlichen der Standortgemeinschaft "Stade aktuell", Vertretern von Stade Tourismus und verschiedener anderer Institutionen - hat in fünf Treffen einen Vorschlag erarbeitet. Geplant ist, dass die etablierte Stade Tourismus GmbH zur "Stade Stadtmarketing und Tourismus GmbH" erweitert wird. So sollen zwei weitere Abteilungen geschaffen werden: ein City- und ein Veranstaltungsmanagement. Letztlich schlossen sich alle Fraktionen dem Vorschlag an.
Das Verblüffende: Stade gehört bislang zu den wenigen Städten Deutschlands mit mehr als 30.000 Einwohnern, die auf ein Stadtmarketing verzichtet haben. Nieber: "80 Prozent aller Städte über 30.000 Einwohner haben eines." Nachdem bekannt wurde, dass sich die ehrenamtliche Veranstaltungsgesellschaft der Innenstadt-Kaufleute, „Stade aktuell“, Ende 2017 auflösen wird (das WOCHENBLATT berichtete), nahm jedoch der Druck auf die Verwaltung zu, ein koordiniertes City-Management zu installieren.
Diverse große Veranstaltungen, die bislang ehrenamtlich organisiert wurden, hätten andernfalls wohl kaum eine Zukunft gehabt: darunter u.a. das Altstadtfest, das Shantychor-Festival und nicht zuletzt der Weihnachtsmarkt. Nieber betonte: "Wir wollen auch künftig nicht auf das Know-how der Ehrenamtlichen verzichten."
Schon jetzt schnuppert die Stadt bei der Organisation der Events hinein. Denn der Zeitplan ist sportlich. Weil noch diverse rechtliche Dinge zu klären sind, kann die endgültige Entscheidung für die neue GmbH erst nach der Sommerpause im September von Verwaltungsausschuss und Stadtrat abgesegnet werden. Auch der Aufsichtsrat der Stade Tourismus muss noch zustimmen.
Am 1. November soll laut Nieber die neue Organisation stehen. Inklusive neuem Personal. Wie das aussehen soll und was das kosten wird, ist noch unklar. "Wir wissen auch noch nicht, ob wir einen haupt- oder nebenamtlichen Geschäftsführer haben werden", so Nieber.
Reinhard Elfring von den Grünen wünscht sich - wie andere Politiker auch - dass es ein hauptamtlicher, "gut dotierter" Posten wird, "damit wir qualifiziertes Personal bekommen."
Auf die Frage von Gerhard Hoffmann, Geschäftsführer von "Stade aktuell", ob denn alle bisherigen Veranstaltungen auch im nächsten Jahr stattfinden können, antwortete Nieber: "Ich gehe davon aus, dass das Veranstaltungsprogramm so aussehen wird wie jetzt auch."
• Mehr zu dem Thema lesen Sie am kommenden Mittwoch in ihrem WOCHENBLATT.