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Sprachförderung: Hemmschwellen erfolgreich abbauen

Zahlreiche Eltern und ihre Kinder feierten das Jubiläum im Alten Schlachthof (Foto: Martin Elsen)
bc. Stade. Eine Erfolgsgeschichte feiert zehnjähriges Jubiläum. Die Evangelische Familienbildungsstätte Kehdingen/Stade (Fabi) startete im November 2006 ein Angebot für Eltern-Kind-Gruppen mit dem Schwerpunkt Sprachförderung. Der Name: „FezS“. Das steht für Familien erleben zusammen Sprache. Am Freitag wurde das Jubiläum mit zahlreichen Familien aus den verschiedenen Gruppen im Alten Schlachthof groß gefeiert.
Im Auftrag der Hansestadt Stade entwickelte einst Fabi-Leiterin Sonja Mäder in Zusammenarbeit mit Diplom-Pädagogin Susanne Kühn das FezS-Konzept, um Familien mit Migrationshintergrund frühzeitig zu erreichen und sie beim Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen. FezS richtet sich explizit an Familien mit Migrationshintergrund mit Kindern im Alter von ein bis drei Jahren.
In wöchentlichen Treffen werden acht bis zwölf Elternteile und ihre Kinder mit thematisch aufbereiteten Liedern, Fingerspielen, Mitmachgeschichten in ihrer mehrsprachigen Entwicklung angeregt, um so den Wortschatz auszubauen. Was 2006 zunächst mit einer Gruppe im Altländer Viertel startete, wurde schnell zu einer Erfolgsgeschichte und so konnten 2007 bzw. 2008 weitere Gruppenstandorte in Bützfleth, Haddorf und Wiepenkathen gegründet werden.
2011 erfolgte dann eine konzeptionelle Erweiterung zu FezS(+), da nicht nur in mehrsprachigen Familien Probleme beim kindlichen Spracherwerb auftreten können, sondern auch zunehmend bei einsprachig deutschen Familien der Spracherwerb eine Herausforderung darstellte.
Das Besondere an dem FezS-Angebot: Eine der Gruppenleiterinnen hat immer selbst einen Migrationshintergrund. Das schaffe Vertrauen und baue Hemmschwellen ab, so Sonja Mäder. 2016 haben insgesamt 98 Mütter und 101 Kinder an den FezS-Gruppen teilgenommen.