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Stader Gastronomen: "Wir wollen an einem Strang ziehen"

Amir Afschartabbar, Betreiber des Restaurants "Amadys" am Fischmarkt, hat den Brief verfasst (Foto: bc)
bc. Stade. Die Gastronomen in der Stadt Innenstadt setzen ein Zeichen. Insgesamt 47 Betriebe haben einen offenen Brief von Amir Afschartabbar, Betreiber des „Amadys“-Restaurant am Fischmarkt, an die Stadtverwaltung unterzeichnet, der eines deutlich machen soll: „Wir Gastronomen wollen mit der Stadt an einem Strang ziehen. Wir wollen zusammen und nicht gegeneinander arbeiten und unsere Stadt gemeinsam voranbringen.“
Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die Stadt derzeit konkret mit der Veranstaltungsplanung für das nächste Jahr beschäftigt, wollen die Gastronomen auf die Verwaltung zugehen. Bekanntlich hört die ehrenamtliche Veranstaltungsorganisation „Stade aktuell“ zum Ende des Jahres auf. Wie berichtet, wird derzeit hinter den Kulissen die neue „Stade Stadtmarketing und Tourimus GmbH“ vorbereitet. Bei der Stadt zeigte man sich durchaus überrascht von den Ausführungen der Gastronomen. Solch warme Worte seien sie üblicherweise nicht gewohnt.
Der offene Brief ist eine direkte Reaktion auf die Online-Petition (das WOCHENBLATT berichtete) der Betreiber des „Klapperino“, eine Bar in der Birnbaum-Passage. Sie forderten mehr Freizügigkeit für die Gastronomen in der Innenstadt, vor allem was Tanzveranstaltungen angeht. In der Petition, die im Internet bereits mehr als 1.100 Unterstützer fand, heißt es u.a.: „Wir fordern die kommunale Politik auf, unsere historische Innenstadt nicht zu einer Geisterstadt zu verwalten.“
Das sieht offensichtlich der weitaus größte Teil der Innenstadt-Gastronomen anders. „Wer behauptet, Stade ist die schönste Geisterstadt Deutschlands, kennt Stade nicht“, heißt es in dem Brief. Sie setzen auf Konsens mit der Verwaltung. Amir Afschartabbar dazu: „Wir als Stader Gastronome würden gerne in Zukunft noch stärker als Antriebswelle für die Touristik mit der Stadt zusammenarbeiten und distanzieren uns von jeder Aktion, die unsere Zusammenarbeit der letzten Jahre infrage stellt.“