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Stader Rat schiebt Investitionspaket an / Seniorencampus Riensförde gesichert

Entwurf: Altenheim (hi. re.) mit angeschlossener Einichtung für betreutes Wohnen, Nahversorgungskomplex (re.) sowie ein Park (vorne) mit Wasserfläche (Foto: Projektentwicklungsbüro Grefrath Projekt)
am. Stade. In einem nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Ratssitzung schob die Stadt Stade ein Städtebaumaßnahmenpaket in Höhe von weit mehr als 30 Millionen Euro an. Das teilte Bürgermeisterin Silvia Nieber in einem Pressegespräch mit. Zusammen mit privatwirtschaftlichen Maßnahmen seien es sogar weit über 50 Millionen.
Der Rat stimmte in der Sitzung unter anderem für den Verkauf eines 18.000 Quadratmeter großen Grundstückes in der Heidesiedlung Riensförde an die Rahlfs Immobilien GmbH. Mit der Finanzierung und dem Grundstücksverkauf sind jetzt die letzten Hürden für den Bau des Seniorencampus in Riensförde genommen. Auf dem Gelände sollen neben einem Alten- und Pflegeheim auch ein Supermarkt sowie eine Anlage für betreutes Wohnen entstehen.
Das neue Alten- und Pflegeheim soll die sanierungsbedürftige Seniorenanlage der Ernst und Claere Jung Stiftung am Benedixweg ersetzen (das WOCHENBLATT berichtete). Betreiber des neuen Heimes werden allerdings die Stader Betreuungsdienste sein. Ein Betriebsübergang mit gesicherten Tarifrechten wird den Mitarbeitern in Aussicht gestellt. Nur die Anlage für betreutes Wohnen wird von der Stiftung betrieben. Superintendent Dr. Thomas Kück, gleichzeitig auch Stiftungsvorstand, begrüßt das in Stade einzigartige Wohnangebot, das den Senioren ermögliche, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Die Bürgermeisterin weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Seniorenheim auch weiterhin Bewohner aufnimmt und diese später vorrangig einen Platz im neuen Alten- und Pflegeheim sowie in der Anlage für betreutes Wohnen erhalten.
Zu dem Maßnahmenpaket gehört außerdem das sogenannte Boarding-House in der Salztorsvorstadt, das ebenfalls von Rahlfs Immobilien umgesetzt wird. Das Mietshaus soll Kurzzeitwohnungen für Ingenieure, Studenten und Wissenschaftler bereitstellen.
Auch in Stades Innenstadt wird ein Teil der 30 Millionen Euro fließen. Im öffentlichen Teil der Sitzung ging es unter anderem um das Parkhaus bei dem Ex-Hertie-Gebäude. Hierfür sind 8,5 Millionen Euro vorgesehen.