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Stader tritt bei Kickbox-Weltmeisterschaft in Dublin an

Beim Training verlangt Jens Uhlmann viel von den Sportlern und geht mit gutem Beispiel voran

Jens Uhlmann (43): Als Erster im WM-Team

(ab). „World Kickboxing and Karate Union“, kurz WKU, heißt der Verband, dem neben den Profikämpfern Dr. Christine Theiss und Michael Smolik auch Jens Uhlmann aus Stade angehört. Im Alter von 43 Jahren steht Uhlmann jetzt ganz oben: Er führt nicht nur die Liste der Kategorie Veteranen (älter als 35 Jahre und leichter als 80 Kilo) im Leichtkontakt an, sondern ist auch als Erster für die Teilnahme an den Amateur-Weltmeisterschaften im irischen Dublin nominiert worden.

Bisher habe er nur national gekämpft, sagt Uhlmann. Für ihn sei dieser Wettkampf auch sein erster, bei dem er international antrete. „Aus der Wettkampfszene war ich eigentlich schon ausgestiegen“, erinnert sich der Vater zweier Kinder. „Ich habe zwar noch in Stade trainiert, wollte dann aber gerne eine Trainer-Lizenz nach den Richtlinien des deutsch-olympischen Sportbunds erwerben. Darum habe ich als Trainer beim Kickbox-Team Buka Dojo in Buxtehude die Wettkampfgruppe übernommen.“

Auf den Wettkämpfen, zu denen er sein Team begleitete, habe er „wieder Blut geleckt“ und angefangen, selbst auf Wettkämpfe zu gehen. Dort waren seine Leistungen so gut, dass er schon nach wenigen Kämpfen zu einem Kadertraining zur Sichtung und Vorbereitung der Kickbox-WM-Teilnehmer eingeladen wurde. Seine Kampfsport-Laufbahn begann Jens Uhlmann im Jahr 1986 mit Judo. Im Alter von 20 Jahren wechselte er zum Kickboxen und kämpfte dort aktiv im Vollkontakt. Und belegte auf Wettkämpfen immer einen der ersten drei Plätze.

„Dann hat bei mir ein Umdenken stattgefunden und ich habe zum Leichtkontakt gewechselt“, erinnert sich Uhlmann. In den Sport investiere er sehr viel Zeit: „Ohne den Rückhalt meiner Familie und meinen nachsichtigen Arbeitgeber, der mir flexible Arbeitszeiten ermöglicht, wäre das nicht machbar“, ist der Leistungssportler sicher.
Drei Mal pro Woche trainiert der hauptberufliche Baufinanzierungsspezialist sein „Fightteam“. Jetzt wird er sich umstellen, um für die WM in Dublin richtig fit zu werden: „Ich werde weniger andere trainieren, sondern wieder mehr mich selbst fordern“, sagt er.

Gespannt erwartet der Kickboxer nun sein erster internationales Turnier in Dublin, das vom 27. August bis 1. September stattfindet. Uhlmann: „Vor allem interessiert mich, wie fit die anderen Kämpfer sind und auf wen ich dort treffe.“