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Stader Wilhadi-Kirche putzt sich heraus

Superintendent Dr. Thomas Kück im alten Altarraum: Der neue wird doppelt so groß
bc. Stade. Die Sanierung der St. Wilhadi-Kirche in der Stader Altstadt schreitet voran. Außen ist alles fertig (siehe Info-Kasten rechts). Im Mai geht es im Innenraum weiter. Gottesdienste, Trauungen und Taufen bleiben davon unberührt. Das WOCHENBLATT gibt einen Überblick über die nächsten Schritte.

• Ab Mai wird an Nord- und Südseite das weiße Zementgemisch bis zur unteren Fensterkante von den Wänden gekratzt, so dass die roten Ziegelsteine zum Vorschein kommen. Eine staubige Angelegenheit. Deswegen werden die Arbeiten hinter Folie stattfinden. Die Bänke müssen vorübergehend ausgelagert werden. Acht Wochen sollen die Arbeiten dauern. Den Rest des Jahres müssen die Wände trocknen.

• Im Januar 2017 geht es weiter mit der Neugestaltung des Altarraums, dem Kernstück der Sanierung. Der Altarraum wird doppelt so groß und um eine Stufe abgesenkt. Der Altar soll künftig in der Mitte stehen, damit die Pastoren die Gottesdienstbesucher anschauen können.

Außerdem geplant: eine neue Licht- und eine Akustikanlage. Und: Um den sichtbaren Teil des Ost-Fensters hinter dem Altar in Szene zu setzen, soll eine zweite innere Glastafel installiert werden, die vor dem Fenster aufgehängt wird. Künftig soll so das Tageslicht durch eine stilisierte orange-rote Flamme vor blauem Hintergrund ins Kirchenschiff fallen. Insgesamt 440.000 Euro sind für die Maßnahmen eingeplant.

Außerdem ist der Ruf nach einer moderneren Chororgel laut geworden, um zeitgemäße Stücke spielen zu können. Kostenpunkt: weitere 400.000 Euro.

Im Sommer 2017 soll alles fertig sein. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das Geld zusammenbekommen“, sagt Superintendent Dr. Thomas Kück. Für die Sanierung des Innenraums sucht der Kirchenkreis noch Sponsoren. Kück: „Dieses Jahr nutzen wir für das Einwerben von Spenden.“ Die Landeskirche ist ausschließlich für die Außensanierung zuständig.

• Infos:www.wilhadi.de


Turmsicherung ist abgeschlossen


(bc). Auch wenn immer mal wieder Bürger interessiert nachfragen, die Turmsicherung ist tatsächlich abgeschlossen. Die weißen Spuren an der Fassade bestehen aus Gips und müssen sichtbar bleiben - eine Auflage der Denkmalpflege. Vereinzelt wurden bei den Arbeiten Mauerreste aus dem 13. Jahrhundert entdeckt, gemauert im flämischen Verbund. 385.000 Euro hat die Sicherung (keine Sanierung) gekostet. 800 daumendicke Stahldübel, einen halben Meter lang, wurden dabei im Turm verankert. Superintendent Dr. Thomas Kück: „Das ist Geschichte, die man sieht.“