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Stades spannende Geschichte

Redaktionsausschussmitglieder und Autoren präsentieren das Jahrbuch (v. li.): Dr. Christina Deggim, Dr. Johannes Heinßen, Timo Albers, Alexander Krause, Dr. Gudrun Fiedler (Herausgeberin), Dr. Frank Schlichting, Dr. Beate-Christine Fiedler, Dr. Michael Ehrhardt, Dr. Thomas Bardelle, Dr. Arend Mindermann, Antje Ghosh und Prof. Dr. Norbert Fischer (Foto: Fiedler)

Jahrbuch 2016 ist fertig: "Der Elbe-Weser-Raum im Wechsel der Zeiten"

tp. Stade. Pilgerzeichen im Hafenschlick, die Pleite einer Papierfabrik und Schotten an der Elbe - die Geschichte der Stadt Stade und ihrer Umgebung birgt viele spannende Themen, über die man Näheres im neuen Stader Jahrbuch nachlesen kann. Das Redaktionsteam stellte das Jahrbuch 2016 jetzt im Niedersächsischen Staatsarchiv in Stade vor: ein Sammelband, der ein breites Spektrum an Aufsätzen aus der Geschichte des Elbe-Weser-Raums vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert bietet.

"Für jeden ist es etwas Lesenswertes dabei", sagt die Herausgeberin und Archiv-Chefin Dr. Gudrun Fiedler. Mit Timo Albers, Abiturient aus Stade, der sich mit der Verfolgung von Vagabunden im 18. Jahrhundert beschäftigte, enthält das Jahrbuch zum dritten Mal einen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten prämierten Schülerbeitrag.

Antje Ghosh aus Buxtehude untersuchte die "Winter’sche Papierfabrik" in Altkloster von der Papiermühle zur bedeutenden Papierfabrik bis zum Konkurs 1925 nach mehr als 300 Jahren.

Alexander Krause aus Buxtehude hat sich auf die Suche nach den bisher weitgehend unbekannten Kriegsgefangenlagern während des Ersten Weltkriegs begeben und fragt nach ihrer Entstehung und den Lebensbedingungen in den Lagern.
Einige Autoren kommen nicht nur aus dem Elbe-Weser-Raum. Thomas Horst, derzeit in Lissabon, und Katrin Zickermann, St. Andrews (Schottland), beschäftigten sich mit süddeutschen Karten von der Umgebung der Hansestadt Hamburg und der Elbe im 16. Jahrhundert bzw. mit Schotten in der Stader Region in der Frühen Neuzeit.

"Wussten Sie, dass die im Stader Hafen ausgegrabenen Pilgerzeichen den größten Fundus in Norddeutschland darstellen und ein Fenster in die unbekannte Wallfahrtsgeschichte zwischen Elbe und Weser öffnen?", fragt Dr. Fiedler. Mit den Funden beschäftigten sich Hartmut Kühne aus Brandenburg und Jörg Ansorge aus Greifswald.

Theresa Nentwig aus Göttingen untersuchte das Wirken Hinrich Wilhelm Kopfs als Landrat des Landkreises Land Hadeln von 1928 bis 1932 und zieht dazu Quellen aus dem Archiv in Stade heran.

Christian Götter aus Braunschweig untersucht die Auseinandersetzung um den von Kernkraftwerken am Beispiel der Standorte Biblis und Stade unter dem Aspekt des Vertrauens.

Das neue Stader Jahrbuch ist im Buchhandel und im Johanniskloster in Stade für 15 Euro erhältlich.

http://www.stader-geschichts-und-heimatverein.de