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Stellenangebot mit Folgen

sb. Stade. Verführerisch klang die Stellenanzeige, die Ende April im Kleinanzeigenteil des WOCHENBLATT zu lesen war. Gesucht wurden Senioren- oder Einkaufshilfen bei freier Zeiteinteilung und einem Stundenlohn bis 16 Euro. Als die Drochterser Bürgerin Erika H. die angegebene Nummer anrief, erlebte sie jedoch eine böse Überraschung.
"Ich mache der Zeitung keinen Vorwurf, möchte jedoch andere Bürger vor diesem Jobangebot warnen", sagt die Drochterserin. Als sie die Handynummer wählte, geriet sie zunächst in eine Warteschleife. Dann folgte ein sehr langatmiges Gespräch mit einer Sachbearbeiterin. "Die Frau stellte viele Fragen, das Gespräch zog sich über 20 Minuten", erzählt Erika H.. Der große Schreck folgte dann mit der nächsten Telefonrechnung. "Für das Telefonat soll ich 107,90 Euro bezahlen", sagt die Geprellte. "Ich ärgere mich so über mich selber, dass ich den Betrug nicht rechtzeitig erkannt habe."
Einen Job hat Erika H. nicht bekommen. Die "E Web Marketing - 2000 GmbH" schickte der Drochterserin lediglich einen Personalbogen und das Angebot, ihre Daten online zu stellen und sie über "interessante Angebote" zu informieren.
Seit dem 1. Juni sind telefonische Warteschleifen in Service-Hotlines grundsätzlich kostenfrei. Auf diese Novellierung des Telekommunikationsgesetzes weist der Hightech-Verband Bitkom hin.
Das WOCHENBLATT rät bei zweifelhaften Jobangeboten zur Vorsicht. Insbesondere Telefonnummern mit unbekannter Vorwahl sollten besser nicht gewählt werden.