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Still ruht der Burggraben in Horneburg

Der Flecken Horneburg würde die Burginsel gerne neu gestalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen
lt. Horneburg. Still ruht der See bzw. der Graben rund um die Burginsel in Horneburg. Wie berichtet, wünschen sich viele Horneburger - allen voran Flecken-Bürgermeister Hans-Jürgen Detje - dass die historische Burginsel neu gestaltet wird. Um das zu Erreichen würde die Gemeinde das verwilderte Gelände gern pachten, umgestalten und anschließend der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Problem: Eine Einigung mit der Eigentümer-Familie von Düring gestaltet sich schwierig. Unter anderem soll es laut Detje seitens der Familie von Düring zu viele Auflagen bei der künftigen Nutzung gegeben haben.
Das WOCHENBLATT hat erneut bei Maximilian Freiherr von Düring nachgefragt und keine konkrete Antwort bekommen. Es gebe derzeit nichts Neues zu berichten, so von Düring. Ob die Familie plane, doch noch auf die Wünsche der Gemeinde einzugehen und mit dem Bürgermeister zu verhandeln, bleibt damit unklar.
Hans-Jürgen Detje will die Hoffnung aber noch lange nicht aufgeben. "Wir lassen nicht locker", sagt er. Die Umgestaltung des Burggeländes würde schließlich eine fantastische Möglichkeit bieten, den ganzen Ort kulturell aufzuwerten, so Detje. Er glaubt nach wie vor fest daran, dass Beharrlichkeit zum Ziel führen werde.
Hintergrund: Die Überlegung des Bürgermeisters ist es, die Burginsel, auf im Mittelalter die "Horneburg" stand, in ein Gesamtkonzept für die Fläche zwischen Marschdamm und Aue-Altarm einzubinden. Detje schwebt vor, mit einem Modell oder einem Nachbau eines historischen Gebäudes auf die einstige Bedeutung der Burg hinzuweisen. Seiner Auffassung nach müssten sich die Eigentümer aber auch an den Kosten für die Herrichtung der Burginsel beteiligen, wenn sie schon Nutzungseinschränkungen auferlegen wollen.

Kommentar:

Brücken bauen statt verschanzen
Ich bin der gleichen Meinung wie Hans-Jürgen Detje und noch viele andere Horneburger: Die Burginsel hat großes Potenzial und sollte nicht in ihrem Dornröschenschlaf verharren, sondern zum positiven Hingucker für den Ort werden. Schade, dass die vielen guten Ideen, die es seitens der Gemeinde gibt, sich solange nicht umsetzen lassen, wie die Eigentümer sich buchstäblich hinter ihren Burgmauern verschanzen. Sie sollten lieber Brücken bauen. Lena Stehr