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Studenten starten mit innovativen Flugzeugmodellen

Das Team "NPU Innovation" der Northwestern Polytechnical University aus Xian errang den ersten Platz
 
Mit einem besonderen Propellerflugzeug trat das polnische Team aus Krakau um Leiter Tomasz Frąk an (Foto: am)
am. Stade. Dem Fliegen der Zukunft ein Stück näher kommen, das ist das Ziel der sechs Teams von Studenten aus verschiedenen Hochschulen in Deutschland, Polen, der Türkei und China. Sie konzipierten und bauten ein Jahr lang ihre Flugzeugmodelle, um mit ihnen beim Wettbewerb "New Flying Competition" anzutreten.
Zum ersten Mal überhaupt fand diese Veranstaltung statt, die von dem Verein "Neues Fliegen" initiiert und von Studierenden der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW) Hamburg ins Leben gerufen wurde. Austragungsort war der Flugplatz in Agathenburg / Stade.
Angemeldet hatten sich ursprünglich sechs Teams, zwei Gruppen mussten aber ihre Teilnahme aus technischen Gründen absagen. Die restlichen vier kämpften um die beste Platzierung. Einige Vorgaben hatten die Studenten für den Bau der Flugzeuge bekommen: Die Modelle mussten mehrmotorig sein, mit Strom angetrieben werden und es musste eine zwei Kilogramm schwere Ladungsbox verbaut werden. "Das besondere an diesem Wettbewerb ist, dass die Modellflugzeuge einige Kriterien der zivilen Luftfahrt erfüllen müssen", sagt Professor Detlef Schulze, Mentor des Vereins "Neues Fliegen".
Zwei verschiedene Teilaufgaben mussten gemeistert werden: In der ersten wurde ein Triebwerkausfall simuliert. Wie bei echten Passagierflugzeugen müssen in diesem Fall die restlichen Maschinen den Antrieb übernehmen. Die Studenten mussten mit dem simulierten Triebwerkschaden einen Rechts- und einen Linkskreis fliegen und danach sauber landen. Bei der zweiten Teilaufgabe musste eine Langstrecke geflogen werden, bei der zunächst nicht schneller als 30 Stundenkilometer geflogen werden darf und später nicht langsamer als 60 Stundenkilometer. "Ein Flugzeug zu konzipieren, das beides kann, ist eine große Herausforderung", sagt Schulze. Dabei sollte der Flieger möglichst energieeffizient sein.
Unterstützt wird der Wettbewerb von der Airbus Group als Hauptsponsor, der Lufthansa Technik AG, dem Luftfahrtstandort "Hamburg Aviation" sowie dem Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL). Leiter der Jury ist Frank Dohrmann von Airbus, der selbst begeisterter Modelflugzeugbauer ist. "Wir können aus den Modellen der Studenten-Teams durchaus auch Erkenntnisse für die Luftfahrt gewinnen", sagt Dohrmann, "vor allem im Bereich der 'grünen' Elektroantriebe. Das ist die Zukunft des Fliegens." Auch das System eines der polnischen Teams, bei dem zwei gegenläufige Propeller hintereinander gelagert sind, sei eine Richtung, in die man gehen könnte.
Wer denkt, dass Studenten der technischen Fachrichtungen nur an Zahlen denken, der täuscht sich. Für den Wettbewerb mussten die Teams nicht nur drei Berichte abgeben, auch einen Beitrag in Form eines "Science-slams", eines unterhaltsamen Videobeitrages, mussten sie einreichen. Dieser wird in einiger Zeit auf www.newflyingcompetition.com zu sehen sein.
Hier die Gewinner des Wettbewerbes:
1. Team "NPU Innovation" der Northwestern Polytechnical University aus Xian,
China, 2. Team "HAWings" der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg,
Germany, 3. Aero Team AGH der AGH University of Science and Technology in Krakau,
Polen