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Super-Tuch für den Abenteurer

Der Schriftsteller und Polarforscher Arved Fuchs ist seit rund 25 Jahren Stammkunde der "Segelwerkstatt Stade" (Foto: oh)

Polarforscher Arved Fuchs und WM-Team unter Segel „made in Stade“ / Trend: Winter auf See

tp. Stade. Sie halten Temperaturschwankungen zwischen minus 20 und plus 50 Grad Stand und bleiben trotz Strapazen durch Sturm, ständiges Zusammenfalten und Wieder-Aufrollen viele Jahre reißfest: Segel „made in Stade“. Skipper auf allen Weltmeeren, darunter der bekannte deutsche Polarforscher und Autor Arved Fuchs (60), sowie Weltmeisterschafts-Teilnehmer, schwören auf das stabile Super-Tuch aus der „Segelwerkstatt Stade“.
Der Chef des Handwerksunternehmens, Jens Nickel (54), ist stolz auf die globale Verbreitung seiner Produkte. Der über das Internet ist der gut vernetzte Unternehmer staunte, als er sich kürzlich online einen Überblick über Seereisende verschaffte, die unter seinen Segeln auf allen Ozeanen unterwegs sind. Abenteurer Arved Fuchs, seit einem Vierteljahrhundert Nickels treuer Stammkunde, unternahm jetzt seinen traditionellen privaten Weihnachts-Törn mit seinem Schiff „Dagmar Aaen“ in die zu dieser Jahreszeit eiskalte „Dänische Südsee“. Ein Jahr zuvor blies der steife Wind in die Segel aus Nickels Manufaktur, als Arved Fuchs die Lofoten erkundete und darüber das Buch „Polarlicht in den Segeln“ schrieb.
Jens Nickels Söhne Gordon (18) und Morten (22) erreichten bei der WM im vergangenen Herbst in Spanien in der Bootsklasse „Platu 25“ Platz acht. Derzeit bereiten sich die jungen Segler mit ihrer Mannschaft in Bremerhaven auf die nächste internationale Regatta vor.
„Wintersegeln und Touren in die kältesten Regionen des Globus' entwickelt sich zum Trend“, sagt Jens Nickel, der selbst ein erfahrenen Skipper ist und mit seinem Boot schon den nördlichen und südlichen Polarkreis überquerte. Als Grund nennt der Experte die gute technische Ausstattung auf den Schiffen. Die in Stade genähten, extrem widerstandsfähigen Segel aus Spezial-Polyester des weltweit führenden Herstellers „Dimension Polyant“ werden an Bord beispielsweise mit automatischen Segel-Aufrollen statt - wie früher - mit kräftezehrender Handarbeit aufgewickelt. Viele Segelmanöver können dank leichtgängiger Leinen-Züge und mit hydraulischer Unterstützung aus dem geschützten Bereich im Cockpit statt am zugigen Deck ausgeführt werden.
Computer und elektronischer Kompass mit GPS-System gehören heute ebenso zur modernen Schiffsausstattung wie Heizung, Herd und Kühlschrank.
Aufgrund der gestiegener Bequemlichkeit an Bord sind die Crews von ehemals zehn auf drei bis vier Personen geschrumpft. Und: Immer mehr Segler der Generation „60 plus“ wagen sich das ganze Jahr über auf hohe See, wo die die Herausforderung jenseits der unter Seglern als „Barfuß-Route“ bekannten warme Passat-Region suchen. Jens Nickel: „Jährlich statten wir die Boote von zehn Weltumseglern aus, viele von ihnen sind Rentner.“