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Umbau im Athenaeum: "Der Eingriff ist kompliziert"

Schulleiter Martin Niestroj freut sich, dass der Landkreis so viel Geld in die Hand nimmt, um den Altbau brandschutzsicher zu machen Fotos: bc
bc. Stade. Das Gymnasium Athenaeum verfügt über eine jahrhundertealte Tradition in Stade. Gegründet wurde es anno 1588, seit 1901 lernen die Schüler in dem ortsbekannten Gebäude im wilhelminischen Stil an der Harsefelder Straße. Immer wieder wurde die Schule durch Neubauten erweitert, immer mal wieder standen Renovierungen an. Nun soll der Altbau auf Vordermann gebracht werden. Zwei Großprojekte hat der Landkreis als Schulträger im Haushaltsplan stehen. „Ich bin sehr froh darüber, dass der Landkreis so viel Geld in die Hand nehmen möchte“, sagt Schulleiter Martin Niestroj.
Vor allem der Einbau zweier Fluchttreppen im linken und rechten Trakt des massiven Altbaus stellt die Planer vor große Herausforderungen. Während der Bauphase sind einige Klassen- und das Lehrerzimmer nicht benutzbar, auch die Toiletten im Lehrertrakt müssen umgeplant werden. „Der Eingriff in den historischen Baubestand ist kompliziert. Dabei müssen auch die Aspekte des Denkmalschutzes berücksichtigt werden“, sagt der Erste Kreisrat Eckart Lantz.
Sobald die Planungen abgeschlossen sind, soll die Ausschreibung starten. Baubeginn für die brandschutztechnische Sanierung könnte noch in diesem Jahr sein, wahrscheinlicher ist aber im nächsten Jahr. Los geht es dann vermutlich mit dem Lehrertrakt. Nach der Fertigstellung werden die provisorischen Stahlrohr-Treppen wieder abgebaut.
Für das Mehrjahresprojekt hat der Landkreis in diesem 850.000 Euro in den Haushalt eingestellt, 2019 sind 750.000 Euro veranschlagt und 2020 noch einmal 650.000 Euro. Lantz: „Die Gesamtkosten werden noch ermittelt.“
Zweite große Maßnahme am Athenaeum ist der Bau von zusätzlichen Unterrichtsräumen im Zuge der Wiedereinführung des Abiturs nach dem 13. Schuljahr. 550.000 Euro hat die Kreisverwaltung im Investitionsprogramm dafür vorgesehen. Lantz: „Geplant sind keine Pavillons, sondern ein massiver Neubau.“
Ob zuerst die Klassenräume gebaut werden oder zunächst die Brandschutz-Sanierung beginnt, ist noch offen.