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Verbrennen oder verwerten - Es landet wieder mehr in der Mülltonne: Landkreis Stade legt Abfallbilanz für 2015 vor

jd. Stade. Die Menschen im Landkreis Stade werfen wieder mehr in ihre Abfalltonne. Erstmals seit fünf Jahren ist 2015 die Menge des Hausmülls angestiegen - allerdings nur leicht: um zweieinhalb Prozent auf knapp 23.900 Tonnen. Rechnet man noch den Sperrmüll (4.400 Tonnen) und die Siedlungsabfälle (9.000 Tonnen) hinzu, die die Bürger direkt bei den Abfall-Annahmestellen anliefern, summiert sich die Menge dieses sogenannten Restmülls auf etwa 37.300 Tonnen. Damit produziert jeder der rund 200.000 Bewohner im Landkreis pro Jahr fast 190 Kilogramm Müll, der nicht verwertet werden kann. Diese Zahlen hat jetzt der Landkreis Stade in seiner Abfallbilanz vorgelegt. Hinzukommen die Abfälle, die in die Verwertung gehen.

Diese Menge ist mit rund 380.000 Tonnen zehnmal so hoch wie der Restmüll, der derzeit noch komplett nach Hamburg in die Müllverbrennungsanlage geliefert wird. 80 Prozent der verwertbaren Abfälle - das sind 305.000 Tonnen - stammen von Baustellen (Bodenaushub, Bauschutt etc.). Weitere acht Prozent sind organische Abfälle aus der Biotonne oder von den Kompostierplätzen. Der Rest besteht aus sogenannten Wertstoffen. Diese Gruppe gliedert sich in zwei Bereiche: Einmal sind das die Verpackungen, die über das duale System eingesammelt werden (Altpapier, Altglas und Gelbe Säcke), und dann gehören dazu entsorgte Geräte und Materialien. Dieser Abfall umfasst unter anderem Altmetall, Elektroschrott, Textilien und Altholz.

Neben den Abfällen, die verbrannt oder verwertet werden, gibt es noch eine dritte Kategorie: die gefährlichen Abfälle. Dazu zählen Asbest, künstliche Mineralfasern und die Chemikalienreste aus dem Haushalt, die beim Schadstoffmobil abgegeben werden können. Diese Abfälle lassen sich nur aufwendig entsorgen, machen aber auch nur 0,1 Prozent der Müllmenge im Landkreis aus. Diese Gesamtabfallmenge betrug im Jahr 2015 unterm Strich fast 420.000 Tonnen. Ohne die Baustellenabfälle reduziert sich diese Zahl annähernd auf ein Viertel: rund 115.000 Tonnen. Das wären pro Person etwas mehr als eine halbe Tonne. Das ist die Menge Abfall, die jeder Bürger im Landkreis Stade im vergangenen Jahr erzeugt hat - sei es durch Gartenabfälle, Verpackungen, Einkaufstüten, Essensreste oder leere Flaschen.