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Verdienstorden für Dr. Henning Kehrberg aus Stade

Landrat Michael Roesberg (li.) überreicht den Orden samt Urkunde an Dr. Henning Kehrberg

Langjähriges Engagement für das Wohl der Kinder gewürdigt

tp. Stade. Dr. Henning Kehrberg (72), ehemaliger Chefarzt der Kinderklinik in Stade und Vorsitzender des Kinderschutzbundes im Landkreis, hat den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland bekommen. Landrat Roesberg verlieh dem angesehenen Mediziner und Vorzeige-Ehrenamtlichen am Freitagvormittag die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde in der Gaststätte "Knechthausen".

Dr. Kehrbergs von Nächstenliebe geprägtem Einsatz weit über seine ärztliche Arbeit hinaus sei es zu verdanken, „dass es vielen Kindern in unserem Landkreis besser geht“, sagte Roesberg in seiner Laudatio.

Dr. Henning Kehrberg wurde in Berlin geboren. Er arbeitete als Arzt in Köln, bevor er nach Stade kam, wo er sich sich von 1983 bis 2005 als Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Elbe-Klinikum einen hervorragenden Ruf erwarb.

Er setzte sich besonders für die Intensiv-Versorgung von Früh- und Neugeborenen
sowie von Kindern mit Diabetes ein. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Schaffung und der Ausbau einer Neugeborenen-Intensivstation sowie einer diabetologischen Abteilung für Kinder.
Maßgeblich war Kehrberg auch an der Einrichtung eines kinderärztlichen Notdienstes im Landkreis Stade beteiligt.

Von 2005 bis 2011 war er Vorsitzender der Bezirksstelle der Ärztekammer Niedersachsen, wo er sich insbesondere für eine gute Beziehung zwischen Arzt und Patient einsetzte. Seit 2002 unterstützt Kehrberg, der drei Kinder, sechs Enkel und drei Urenkel hat, den Förderverein „Klinik für Kinder- und Jugendmedizin“.

Dass es vielen Kindern im Landkreis Stade durch Kehrbergs Einsatz besser geht, sei nicht nur im streng medizinischen Sinne zu verstehen, betonte Roesberg. Der angesehene Mediziner Dr. Kehrberg engagiert sich seit 2005 als Vorsitzender des Kinderschutzbundes in Stade. Für die Organisation initiierte er unter anderem das Projekt „Frühe Hilfen“ gegen Vernachlässigung oder Misshandlung von Kindern und zur Unterstützung bedürftiger Familien nach der Geburt. Im Kreisgebiet werden inzwischen drei Kinderkrankenpflegerinnen in Familien mit Neugeborenen eingesetzt, bei denen es Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung gibt.

Überdies organisiert Dr. Kehrberg im Rahmen dieses Projektes Veranstaltungen, um Kindern den Zugang zur Musik zu eröffnen. Roesberg: "Dr. Kehrberg gilt geradezu als Sinnbild der Fürsorge für Kinder im Landkreis Stade.“