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Verkehrschaos zur Rush Hour in Stade

Im Sommer 2016 beginnt die Millionen-Sanierung der an vielen Stellen schadhafen Schölischer Straße (Foto: tp)

Nervenprobe für Autofahrer: Zwei Großbaustellen im Stader Stadtgebiet im kommenden Jahr

tp. Stade. Staus, Umleitungen, Sperrungen: Autofahrer in Stade sind Verkehrsbehinderungen gewohnt. Nun kommt auf sie mit einer Doppelbaustelle eine der härtesten Nervenprobe der vergangenen Jahre zu: Sowohl die Schölischer Straße in Stade als auch der Obstmarschenweg in der Ortschaft Bützfleth werden saniert. Die Maßnahmen, zu denen Kreisel-Neubauten gehören, werden sich voraussichtlich mehrere Monate überschneiden. Hintergrund der zeitlichen Überlappung sind Terminzwänge wegen besonderer Fördermodalitäten.

An der Schölischer Straße, einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Bützfleth und Stade durch die Feldmark, beginnen die zweijährigen Bauarbeiten im Sommer 2016. Neben dem Vollausbau der Straße werden die Regen- und Schmutzwasserkanäle erneuert. Der Verkehr wird unter halbseitiger Straßensperrung mit Ampelsteuerung an der Baustelle vorbei geleitet. Die Kosten für die Schölischer Straße einschließlich der beiden Kreisverkehrsplätze an der Glückstädter Straße in Stade und südlich von Schölisch belaufen sich auf 3,67 Millionen Euro zuzüglich Kanalbau, der über die regulären Gebühren der Abwasserentsorgung Stade finanziert wird.

"Die Baustelle soll jeweils in ca. 300 Meter langen Abschnitten etappenweise vorangetrieben werden, um eine Optimierung des Verkehrsflusses zu erreichen", heißt es aus der Fachabteilung der Stadt.

Voraussichtlicher Start der 38 Wochen dauernden Bauarbeiten am Obstmarschenweg in Bützfleth mit zwei neuen Kreiseln ist im März 2016. Auch hier wird abschnittsweise unter halbseitiger Straßensperrung mit Ampelbetrieb gearbeitet. Der Schwerverkehr wird großräumig über die Bundesstraßen B73 und B495 umgeleitet. Einer der wenigen lokalen "Schleichwege", der Flethweg, soll für den Schwerlastverkehr gesperrt werden. Die Maßnahmen am Obstmarschenweg schlagen für die beiden Bauabschnitte mit 1,659 Millionen Euro bzw. auf 1,035 Millionen Euro zu Buche. Die Kosten teilen sich Bund, Land und die Stadt.

Bürgermeisterin Silvia Nieber vertraut nach eigenem Bekunden auf die Fähigkeiten der städtischen Verkehrsplaner bei der Feinabstimmung der Verkehrsströme und Baustellen. Aus der Bauabteilung heißt es: "Derzeit werden weitere Maßnahmen zur Harmonisierung der Verkehrsabläufe geprüft, um Unwegbarkeiten mit der Baumaßnahme Schölischer Straße zu minimieren." Kritische Ratspolitiker, darunter Hans Blank (SPD), warnen vor starken Verkehrsbehinderungen insbesondere während der Rush Hour.