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VfL Horneburg: Sportverein kauft Fitnessstudio "Vitalo"

Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder des VfL Horneburg für die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und für den Kauf des "Vitalo" in Horneburg
lt. Horneburg. Wie ein Sportverein sich für die Zukunft gut aufstellt, indem er eine einmalige Chance nutzt, macht jetzt der VfL Horneburg vor. Die akute Raumnot, über die sich auch viele andere Sportvereine beklagen, kann nun behoben werden - und zwar durch den Kauf des "Vitalo"-Fitnessstudios in Horneburg.
Von 260 VfL-Mitgliedern stimmte bei einer extra einberufenen Versammlung die breite Mehrheit zuerst für die Erhöhung der monatlichen Beiträge. Im Anschluss gaben die Hobbysportler dem Vorstand mehrheitlich ihr Einverständnis zur Aufnahme eines Darlehens für den Kauf der "Vitalo"-Immobilie am Schützenweg.

Wie berichtet, muss der Verein 500.000 Euro für das 20 Jahre alte Gebäude mit 900 Quadratmetern Nutzfläche bezahlen. Im Kaufpreis inbegriffen sind außerdem das 3.667 Quadratmeter große Grundstück sowie sämtliche Fitnessgeräte.
"Das ist eine riesige Chance für uns, denn wir platzen wirklich aus allen Nähten", sagt Christian Gittermann, Vorsitzender des VfL, der überwältigt war von der großen Besucherzahl in Stechmanns Gasthof in Horneburg. Er und seine Vorstandskollegen mussten den Vereinsmitgliedern vor der Abstimmung viele kritische Fragen beantworten.
Vor allem wollten die Mitglieder wissen, ob die Beiträge wirklich derart "unangemessen" erhöht werden müssten. Für die künftig anfallenden 15 statt 10,50 Euro im Monat könne man sich ja schon fast in einem Fitnessstudio einschreiben, so ein VfL-Mitglied.
Der Vorstand verteidigte die erste Beitragserhöhung seit 20 Jahren u.a. mit der Begründung, dass man finanziell so auf der sicheren Seite sei und es eben nicht nur um den Kauf sondern auch um die anschließende Unterhaltung des Gebäudes gehe. Gittermann wies außerdem darauf hin, dass man den Verein als soziale Institution sehen müsse. "Im Fitnessstudio können eure Kinder nicht Fußball spielen", so der VfL-Vorsitzende.
Beifall gab es für die Äußerung von Horneburgs Flecken-Bürgermeister Hans-Jürgen Detje. Er stellte dem Verein finanzielle Unterstützung vom Flecken und der Samtgemeinde in Aussicht und sprach damit gleich für Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede mit. Der gab seine Stimme ebenfalls für den "Vitalo"-Kauf ab.

Über ein detailliertes Nutzungskonzept kann der VfL nun anfangen, nachzudenken. Viele Fragen sind noch ungeklärt, so z.B. welche Gruppen die Räume zu welchen Zeiten nutzen können und ob und in welchem Rahmen die Fitnessgeräte und die Sauna den Sportlern zur Verfügung stehen werden. Gittermann ließ dazu eine Metapher sprechen: "Erstmal mussten wir das Schwein fangen, jetzt können wir es schlachten und aufteilen."