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Vogelgrippe: In diesem Gebiet muss Bello jetzt an die Leine

Der blau umrandete Bereich legt das Beobachtungsgebiet fest (Foto: Landkreis Stade)
(bc). Am Mittwoch ist eine von Landrat Michael Roesberg unterzeichnete Allgemeinverfügung in Kraft getreten, die die genauen Grenzen des Beobachtungsgebietes zur Vogelgrippe und die dort zu beachtenden Verhaltensregeln festlegt.
Wie berichtet, ist erstmals nach Beginn der Vogelgrippe-Epidemie in Europa auch im Landkreis Stade das für Geflügel hoch ansteckende Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Zwei infizierte Reiherenten wurden in Sichtweite des Elbufers bei Krummendeich gefunden.
Das Beobachtungsgebiet (blau umrandet) schließt nun auch Teile von Balje, Krummendeich und Freiburg mit eine - inklusive der Ortslagen entlang der L111. Neben der Stallpflicht und einem Transportverbot gelten in solchen Gebieten weitere strenge Regeln. Die Jagd auf Federwild ist nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der Jagdbehörde zulässig. Halter von Hunden und Katzen dürfen ihre Tiere im Beobachtungsgebiet nicht frei laufen lassen. Für Hunde bedeutet das eine generelle Leinenpflicht.
Insgesamt 22 registrierte Geflügelhaltungen mit rund 122.500 Tieren befinden sich im Beobachtungsgebiet. Kreisveterinärin Dr. Sibylle Witthöft: „Oberstes Ziel muss es sein, dass sich Hausgeflügel nicht mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert, sei es durch direkten Kontakt zu Wildvögeln oder über verunreinigte Schuhe.“ Deshalb müsse die Stallpflicht unbedingt eingehalten werden.
In den vergangenen Wochen sind im Auftrag des Kreis-Veterinäramtes 20 tot gefundene Wildvögel aus dem Landkreis auf Vogelgrippe untersucht worden, ohne dass das Virus H5N8 nachgewiesen werden konnte.