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Zentrum für Analphabetismus in Stade eröffnet

Bei der Eröffnung des Zentrums für Analphabeten in Stade haben Arbeitsgruppen besprochen, wie die Arbeit in den kommenden drei Jahren aussehen soll (Foto: Lutz Schadeck)
lt. Stade. Ein Zentrum für Analphabeten wurde jetzt bei der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) in Stade eröffnet. Die Auftaktveranstaltung des neuen Grundbildungszentrums für den Elbe-Weser-Raum fand kürzlich unter der Schirmherrschaft von Landrat Michael Roesberg statt.
Ralf Handelsmann, Leiter der EEB, und Osman Can (SPD) wollen gemeinsam mit dem Landkreis, den Jobcentern, der Agentur für Arbeit, der Wirtschaftsförderung, weiteren Bildungsträgern, Betrieben und Berufsverbänden, aber auch diversen "runden Tischen" und Einrichtungen von Migranten die Situation der Betroffenen in Stade und Umgebung dauerhaft verbessern.
Menschen, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben, bräuchten Hilfen ganz unterschiedlicher Art, um den Mut zu finden, ihre Defizite zu beseitigen. Die Scham sei groß, so Ralf Handelsmann. Fantasie und die Zusammenarbeit vieler Personen seien nötig.
Deshalb haben bei der Auftaktveranstaltung vier Arbeitsgruppen konkrete Absprachen für die Arbeit in den kommenden drei Jahren auf den Weg gebracht. Wer im „Netzwerk Grundbildung“ mitarbeiten möchte, kann sich bei der EEB melden (info@eeb-stade.de oder Tel.: 04141 - 62048)
Hintergrund: Weltweit gibt es etwa 774 Mio. Analphabeten. Allein in Deutschland können laut einer Studie der Universität Hamburg 7,5 Mio. Menschen nicht lesen und schreiben, niedersachsenweit sind es etwa 750.000 Erwachsene.
www.eeb-stade.de