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"Zünftiger" Empfang für den Heimkehrer

Prosit auf die Rückkehr: Julian Höft auf der Ortstafel seiner Heimatstadt Stade

Drei Jahre "auf der Walz": Klempner-Wandergeselle Julian Höft feierte drei Tage lang seine Rückkehr nach Stade

tp. Stade. Was für ein spektakuläres Wiedersehen! Einen standesgemäßen Empfang bescherten Familie und Freunde dem Wandergesellen Julian Höft (21) aus Stade-Hagen. Nach drei Jahren "auf der Walz" kehrte der junge Bauklempner mit "einem Bündel voll" abenteuerlicher Erinnerungen, wertvoller Berufserfahrungen und frischen Zukunftsideen in sein Heimatdorf zurück. Die rauschende Wiedersehensfeier startete mit einem Wanderburschen-Ritual: Julian musste über das Ortsschild klettern.

Gestärkt durch einen kräftigen Schluck lauwarmen Dosenbiers und mithilfe einer Räuberleiter, die ihm sein Wanderkumpan, Bäckergeselle Maurice Rey aus Köln, "baute", stieg er über die mit Flatterbändern und Ballons geschmückte Stader Ortstafel am Verkehrskreisel bei Hagen. "Geschafft!" Unter tosendem Applaus der Zaungäste konnte er endlich wieder seine Eltern Thomas und Bettina in die Arme schließen - und seine Freundin Annika Lachnit, die er auf Wanderschaft in Hessen kennenlernte.

Weitestes Ziel des lehrreichen Fußmarsches durch die Welt war übrigens Australien, wo Julian trotz 40 Grad Hitze im Schatten seine Kluft nicht ablegen durfte. Diese und weitere spannende Geschichten erzählte Julian seinen rund 50 Gästen auf der großen Heimgehparty. Nach drei Jahren der Trennung von seinem Zuhause ließ es sich Julian nicht nehmen, dort mit seiner großen Festgesellschaft drei Tage durchzufeiern - so ist es Tradition.

Zurzeit schöpft Julian im "Hotel Mama" neue Kräfte für sein nächstes zünftiges Abenteuer: Ab August will er eine zweite Handwerks-Lehre absolvieren. Diesmal als Reetdachdecker. In den Beruf schnupperte er auf der Insel Föhr hinein. Nach der Ausbildung sind weitere Wanderjahre wohl nicht ausgeschlossen.