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Zwei Favoriten fürs Museums-Areal

Für das brachliegende Gelände an der Freiburger Straße hat die Stadt zwei Kaufinteressenten in die Endauswahl genommen

Investoren haben Konzept für Discounter und Gartenmarkt / Rat soll Zuschlag vor der Sommerpause erteilen

tp. Stade. In dem öffentlichen Vergabeverfahren um das Grundstück des ehemaligen Technik- und Verkehrsmuseums am Kreisel Freiburger Straße in Stade (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) hat die Stadtverwaltung zwei Favoriten als potenzielle Käufer ausgewählt. "Uns liegen zwei Angebote annehmbarer Art vor", sagt der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs.

Aus Diskretionsgründen gibt Friedrichs die Kaufinteressenten nicht namentlich bekannt. Hinsichtlich der Nutzung des Gewerbegrundstücks hätten die Investoren ähnliche Interessen. In beiden Konzepten sei der Bau eines großen Lebensmittel-Discounters oder alternativ eines Gartenmarktes vorgesehen. Damit halten sich die Interessenten an die Vorgaben des städtischen Einzelhandelsgutachtens. Die Expertise lässt auf dem innenstadtnahen Gelände keine Nutzung zu, die dem vorwiegend inhabergeführten Einzelhandel in der City schaden könnte.

Derzeit prüfe die Stadtverwaltung beide Kaufvertragsentwürfe juristisch, so Thomas Friedrichs. Dabei gehe es unter anderem um die Fälligkeit des Kaufbetrages.

Anschließend soll eine sechsköpfige Jury aus Ratsmitgliedern die Angebote unter die Lupe nehmen. Dann beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss mit den Unterlagen. Noch vor der Sommerpause will die Verwaltungsspitze dem Rat der Stadt Stade einen Verkaufsvorschlag unterbreiten. Wirtschaftsförderer Friedrichs geht davon aus, dass der Anbieter auf der Sitzung am Montag, 30. Juni, um 18 Uhr per Ratsbeschluss den Zuschlag erhält.

Laut Insidern will die Stadt durch den Verkauf des 23.800 Quadratmeter großen Areals mindestens 2,1 Millionen Euro einnehmen.

• Die Politik der Stadt Stade und der Museums-Trägerverein waren wegen ihres jahrelangen Streits um die Nutzung des Grundstücks in die Schlagzeilen geraten. Die Ehrenamtlichen mussten schließlich die städtische Halle räumen. Das Gebäude soll abgerissen werden. Viele der Exponate wurden von den "Eilers-Werke - Mobile Welten" in Hannover übernommen.