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Zwischenruf: Dunkelheit beflügelt

Thorsten Penz (Foto: oh)
"Autor Mick Wall lebt nachts", steht auf dem Buch-Einband der gelungenen Biografie über die Hardrockband AC/DC. Die knappe Angabe über den "dunklen Lebenswandel" des britischen Musikjournalisten Mick Wall beflügelt meine Fantasie: Ohne Telefon, Termine, Lärm und Konsum - das klingt romatisch-schön. Laut Studien ist die Nachtaktivität oft genetisch bedingt. Darüber hinaus wächst der Anteil der freiwillig als "Eulen" lebenden Menschen: Demnach ziehen vermehrt Kreative oder Wissenschaftler die Dunkelheit als Zeit der Ruhe und Konzentration der Arbeit am Tage vor. Aus diesem Grund geraten Nachtmenschen häufig in den falschen Verdacht der Faulheit, sehen sich oft ungerechtfertigten Vorurteilen ausgeliefert und werden abwertend als Morgenmuffel bezeichnet. Ich meine: Erspart ihnen einen lebenslangen Kampf gegen ihren angeborenen Jetlag mit zu viel Kaffee und Zigaretten. Sie zahlen es zurück - mit guten Büchern und neuem Wissen.
Thorsten Penz