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18 grüne Riesen müssen wichen

Grünen-Chefin Barbara Zurek beäugt die Fäll-Aktion am Wall mit Skepsis

Sicherheit für den Bürgerpark: Rodung mit schwerem Gerät am Platz "Adolf Ravelin"

tp. Stade. Am Platz "Adolf Ravelin" an den Wallanlagen in Stade haben die Baumfäll-Arbeiten mit schweren Geräten ("Harvestern") begonnen. Auf der Fläche, die von der Stadt zu einem Bürgerpark für Freiluftkonzerte und Co. umgestaltet wird, müssen mehrere alte Bäume weichen. Die Grünen im Stadtrat beäugen die Maßnahme mit Skepsis.

Laut Stadtverwaltung müssen 18 große Bäume auf der Böschung des "Adolf Ravelin" aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Weitere 30 große Bäume bekommen einen Kronenschnitt. Bei vielen Bäumen muss sogenanntes Totholz entfernt werden. Die Anlage wird zudem gründlich ausgelichtet, da sich Brombeeren und Gestrüpp in den vergangenen Jahren wild ausgebreitet haben. Die steilen Außenflanken des Walls werden von den Maßnahmen ausgenommen.

In der vergangenen Woche fand noch eine von der Stadtverwaltung anberaumte Ortsbegehung mit Ratspolitikern statt, an der auch die Stader Grünen-Chefin Barbara Zurek teilnahm. "Wir haben über einige der zur Disposition stehenden Bäume debattiert und sind bei zweien übereingekommen, diese doch stehen zu lassen", berichtet die Grüne, die Pflege-Maßnahmen insgesamt als zu radikal einschätzt. "Zudem wurde verabredet, dass der gesamte Außenhang des 'Ravelin' vorerst stehen bleibt", so Zurek. Im Herbst würden erneute Überlegungen angestellt, welche Maßnahmen dort notwendig seien. Insgesamt werden nach Zureks Schätzungen nur ca. 25 Prozent des alten Bewuchses stehen bleiben. "Wenig ressourcenschonend und respektlos gegenüber unserem Naturerbe ist das schon."