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"Alle Lampen an" ist der Wunsch vieler Stader

Bürgermeisterin Silvia Nieber (Mitte) mit Marisa Wauker und Professor Dr. Julian Voss von der Privaten Fachhochschule Göttingen

Bürgerdialog: Stadt befragte 712 Freiwillige zur "gefühlten Sicherheit" / Ältere überrepräsentiert

tp. Stade.tp. Stade. Wie sicher fühlen sich die Bewohner? Um das Thema Sicherheit ging es in der zweiten Befragung der Stadt Stade im Rahmen der Beteiligungsaktion Bürgerdialog. Die Ergebnisse präsentierten Professor Dr. Julian Voss von der Privaten Fachhochschule (PFH) Göttingen am Hansecampus Stade, der die Aktion federführend begleitete, und seine Mitarbeiterin Marisa Wauker am Dienstagabend im Ratssaal. Unter anderem lag die Verbesserung der Straßenbeleuchtung einem bedeutenden Anteil der 712 befragten Freiwilligen am Herzen.

Die Gestaltung und Auswahl der Fragen war mit den Ratsfraktionen und dem Kriminalpräventionsrat abgestimmt worden. Teilnehmer beantworteten Fragen zu „Lebensqualität und Sicherheit“, „Beleuchtung“ oder „Erste Hilfe“. Der größte Anteil der Teilnehmer lag bei den über 59-Jährigen.

Die überwiegende Mehrheit bewertet die Lebensqualität in Stade und den Stadtteilen bzw. Ortschaften als positiv. Während das Sicherheitsgefühl am Tag positiv bewertet wurde, fühlen sich 40 Prozent in der Nacht in der Kernstadt unsicher, 26 Prozent sind es in den Stadtteilen und Ortschaften.

Die Beleuchtung der Parkplätze und Parkhäuser schnitt dabei am schlechtesten ab. Viele wünschen sich, dass die Straßenlaternen und Lampen die ganze Nacht angeschaltet bleiben. Laut Bürgermeisterin Silvia Nieber wolle die Stadt im Zuge der Umstellung auf energiesparende LED-Beleuchtung, die schrittweise erfolgt, eine Anpassung der Beleuchtungsphasen prüfen.

Das Thema Nachtbeleuchtung fließt in die Beratungen im neuen Stadtrat ein, der die politische Arbeit im November aufnimmt. Dr. Voss nannte weitere Ansatzpunkte mit höherer Bedeutung, wie die von vielen Befragten beklagte Sachbeschädigung in Bützfleth, dem Altländer Viertel und Hahle, Schmutz und Müllablagerungen in Bützfleth, Haddorf, dem Altländer Viertel, Hahle und der Innenstadt, Bettler in der City, sowie Gruppen herumlungernder Jugendlicher im Altländer Viertel und der Innenstadt.

Insgesamt gaben 202 Befragte an, dass ihnen in den vergangenen zwölf Monaten kriminelle Situationen widerfahren sind. Die Eigentumsbeschädigung ist mit 15,4 Prozent die meistgenannte kriminelle Tat. Weitere 9,8 Prozent waren von Diebstahl betroffen und 7,4 Prozent von Einbrüchen.

Die Ergebnisse seien ihr aus dem Lebensumfeld bereits vorher weitgehend bekannt gewesen, sagte die CDU-Fraktions-Chefin Kristina Kilian-Klinge: "Wir müssen uns nun genauer mit den einzelnen Stadtteilen befassen." Auch Dr. Barbara Zurek (Grüne) fehlt der konkrete "Blick auf die Stadtteil-Ebene". Angesichts der bei der Umfrage überrepräsentierten Gruppe der Senioren müsse die Politik mehr junge Leute für Engagement in den Stadtteilen begeistern, so Kilian-Klinge.

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