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Angst in der Raser-Unterführung

Häufiger Begegnungsverkehr von Radfahrern und Fußgängern an der Bahnunterführung: Kai Holm (li., SPD) und Walter Punke

WOCHENBLATT mischt sich ein: Stadt macht Radweg nach Unfall mit Lampe und Spiegel sicherer


tp. Stade.
"Jetzt muss endlich etwas zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer passieren", sagt Walter Punke (68), Vorsitzender des Senioren-Wohnprojektes „Ganz Anders Gemeinsam Altern“ (GaGA) in Stade: Nachdem sich eine Bewohnerin (70) bei einem Fahrradunfall auf dem stark frequentierten Rad- und Fußweg von der Jahnstraße zur Eisenbahn-Unterführung verletzte, fordert er eine Verbesserung der Verkehrssituation. Unterstützung fand er beim SPD-Fraktions-Chef Kai Holm und dem WOCHENBLATT, die die Stadtverwaltung mit der Problemsituation konfrontierten. Die Verwaltung sagte prompt Maßnahmen zu.
Nach Walter Punkes Schilderungen war die betroffene Gaga-Bewohnerin bei einem Zusammenprall mit einem anderen Radfahrer gestürzt. Dabei habe sie Hautabschürfungen und Prellungen erlitten und nutze die Unterführung nun nur noch mit Angst. Punke berichtet von "vielen weiteren Beinahe-Unfällen", aber auch einigen tatsächlichen Zusammenstößen, die glücklicherweise meistens glimpflich ausgingen. Er führt die Gefahrensituation vor allem auf schlechte Sicht zurück. Die Unterführung ist mit zwei beiderseits der Brücke stehenden, teils verdeckten Straßenlaternen nur unzureichend beleuchtet. Zudem ist die Kurve wegen des Brückensockels in Richtung Bahnhof/Innenstadt nur schwer einsehbar. Beim WOCHENBLATT-Ortstermin wurde deutlich: Riskant wird es zu Stoßzeiten, wenn auf dem schmalen und zudem leicht abschüssigen Weg viele verschiedene Verkehrsteilnehmer, wie schnelle und unachtsame Radfahrer, langsame Rollator-Nutzer, Eltern mit Kinderwagen unterwegs etc. sind.
Auf Antrag der SPD soll sich der  Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit und Verkehr auf Seiner Sitzung am Mittwoch, 1. November, 18 Uhr, im historischen Stader Rathaus mit der Entschärfung der Lage befassen. Kai Holm schlägt dazu die Trennung des Weges in zwei Spuren mit  einer Fahrbahnmarkierung, die Installation Anbringung eines Verkehrsspiegels im Bereich der Brücke und bessere Beleuchtung aus Richtung Innenstadt vor.
Stadt-Pressesprecher Tjorven Plate stellt unbürokratisch die Montage eines Spielgels und zusätzlicher Wegbeleuchtung in Aussicht. Bei der Teilung der Fahrspur allerdings werde es schwierig. Dies sehe der Gesetzgeber bei kombinierten Rad- und Fußwegen nicht vor.