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Atomkraftwerk-Abriss: „Es fehlt ein Konzept“

bc. Stade. Die Grünen im Landkreis Stade fordern die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle. Dazu hat der Kreisverband im Zusammenhang mit dem laufenden Rückbau des Stader Reaktors einen Antrag für die Landesdelegiertenkonferenz gestellt. Der Grüne Parteitag findet am 21. und 22. Februar in Stade statt.

Nachdem im Herbst 2014 der Fund von radioaktiv verseuchter Flüssigkeit im Sockel des abgeschalteten Stader Reaktorbehälters bekannt wurde, hat sich eine Arbeitsgruppe aus dem Kreisverband der Grünen, bestehend aus Angela Heinssen, Verena Wein-Wilke und Dieter Kröger, sachkundig gemacht.

In einem Antrag fordern die Grünen die Bundesregierung auf, die EU-Richtlinie für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle vom 19. Juli 2011 rechtskonform umzusetzen. Die Bundesregierung habe es bis heute versäumt, die tatsächlichen Kosten der gesamten Atommüllbeseitigung zu benennen. Es fehle an einem bundesweitem Finanzierungskonzept.

„Das nach mehr als 30 Jahren 2003 abgeschaltete Stader Atomkraftwerk versinnbildlicht in besonderer Weise die fehlende Umsetzung der EU-Atommüll-Richtlinie durch die Bundesregierung“, sagt Angela Heinssen.