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Autobahnplanung entschleunigt

Unter Rot-Grün weniger Geld für die A20

(tp). Knapp drei Wochen nach den Landtagswahlen in Niedersachsen haben sich Grüne und SPD in bei den Koalitionsverhandlungen am vergangenen Mittwoch in dem wichtigen Streitpunkt "Küstenautobahn" geeinigt. Die Planung für die A20, die durch den Kreis Stade verlaufen und das Elbe-Weser-Dreieck mit einem Elbtunnel bei Drochtersen an Hamburg und Schleswig-Holstein anbinden soll, wird fortgesetzt. Das Vorhaben wird jedoch mit deutlich weniger finanziellem Aufwand und nicht mehr als Vorrangprojekt vorangetrieben. Gleiches gilt für die A39 von Wolfsburg nach Lüneburg.
Die bislang von der alten Landesregierung jährlich extra bereit gestellten Mittel in zweistelliger Millionenhöhe für die beiden umstrittenen Autobahnen sollen nun in den Ausbau des Schienenverkehrs fließen.
Enttäuscht von der Nachricht zeigt sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade. "Die jetzt bekannt gewordene Formel aus den Koalitionsverhandlungen ist ein fatales Signal für die Entwicklung der ländlichen Regionen in Niedersachsen", so der Hauptgeschäftsführer der IHK Stade, Jörg Orlemann. Die regionale Wirtschaft stelle sich die Frage, ob die Landesregierung den Blick für die spezifischen Probleme des ländlichen Raums habe, gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.