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Bauplatz für Normalverdiener in Stade

Das Baugebiet "Heidesiedlung" (Foto: Stadt Stade)

Ausschuss für Stadtentwicklung bringt Bebauungsplan "Heidesiedlung" auf den Weg

tp. Stade. Die Bürgermeisterin von Stade, Silvia Nieber, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Einwohnerzahl der Stadt von aktuell rund 46.000 innerhalb weniger Jahre auf 50.000 zu erhöhen. Diese Marke gilt als Schallgrenze, ab der große Konzerne eine Stadt aufgrund ihres Arbeitskräftepotenzials für eine Ansiedlung in Betracht ziehen. Einen wichtigen Schritt zu einem Bevölkerungswachstum hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltfragen (ASU) in seiner jüngsten Sitzung getan und einstimmig den Bebauungsplan für das große Neubaugebiet "Heidesiedung" in der Gemarkung Riensförde im Süden der Stadt auf den Weg gebracht.
Die Stadt Stade selbst ist Eigentümerin der rund 24,5 Hektar großen Fläche zwischen Harsefelder Straße und Fredenbecker Weg und hat damit die Preisgestaltung in der Hand. Bauen soll in der Heidesiedlung insbesondere für Interessenten mit durchschnittlichem Einkommen erschwinglich sein. Dazu plant die Verwaltung moderate Grundstückspreise unter 100 Euro pro Quadratmeter.
Laut Tageszeitungsberichten sollen Familien mit Kinder Rabatte bekommen. Für bis zu zwei Kinder unter 18 Jahren soll sich der Quadratmeterpreis um fünf Euro je Kind reduzieren. In der "Heidesiedlung" sollen zudem Förderungen für umweltbewusste Bauherren vorgesehen sein, etwa, wenn sie ihr Haus an ein geplantes Nahwärmenetz anschließen lassen oder eine Ladestation für ein Hybrid-Auto mit Batterie installieren lassen. Der ASU-Vorsitzende Hans-Hermann Ott will die Sondermodalitäten, die nicht Gegenstand der Beratung waren, gegenüber dem WOCHENBLATT nicht bestätigen. Fakt sei, dass die Verwaltung den Bauwilligen möglichst großen Planungsfreiraum etwa bei Energieversorgung oder der Haustypen-Wahl bieten wolle.
Eine Vorgabe gibt es jedoch bei der Dachgestaltung: Für ein geschlossenes Stadtbild sind Dachpfannen in Rotschattierungen vorgeschrieben.
Die "Heidesiedlung", deren Straßen nach Heide-Orten wie Uelzen und Walsrode benannt werden sollen, wird neue Heimat für bis zu 800 Bürger. Vorgesehen sind 200 bis 250 Grundstücke unterschiedlichen Zuschnitts. Weitere wichtige Elemente der neuen Siedlung sind ein Lebensmittelmarkt und ein Verkehrskreisel.
Jenseits der Harsefelder Straße befindet sich das kleinere Neubaugebiet "Riensförde I" im Aufbau. Dort laufen Erschließungs- und Hochbauarbeiten. Ein Lärmschutzwall an der Bahnlinie steht bereits.