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Bis auf den Knochen

Offenbar ein Fall grober Vernachlässigung: Am Kopf der Kuh ist das Halfter eingewachsen (Foto: Hof Butenland)

Kuh-Martyrium am Wegrand: Halfter eingewachsen / Tierschützer prangern an

tp. Oldendorf-Himmelpforten. Diese Grausamkeit treibt Tierschützern Tränen in die Augen: Aktivisten der Tierschutzstiftung "Hof Butenland" in Butjadingen (Landkreis Wesermarsch) melden einen Fall von gemeiner Tierquälerei im Landkreis Stade. Auf einer Weide an einem öffentlichen Weg in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten entdeckten sie tragende Kuh, die nach Angaben der Tierschützer seit langer Zeit mit einem bis auf den Knochen eingewachsenen Strick lebt.

Im Internet unter blog.stiftung-fuer-tierschutz.de heißt es: "Es ist nicht das einzige Tier dort, das deutliche Krankheitsanzeichen wie starkes Humpeln aufweist. Auf Ansprache sagte der Bauer, dies sei Gang und Gäbe, den Kühen gehe es gut und er sehe hier keinen Handlungsbedarf."

Die Tierschützer verständigten das Kreis-Veterinäramt in Stade um die Leiterin Dr. Sibylle Witthöft. Die Behörde habe kurzfristig reagiert und die Kuh in Augenschein genommen, sagt Landkreis-Pressesprecher Christian Schmidt. Auf Anordnung des Veterinäramtes sei die Kuh inzwischen tierärztlich behandelt worden und auf dem Weg der Besserung. Die Kosten trage der Bauer, so Schmidt. Überdies haben sich die Kreis-Veterinäre auf dem Hof umgeschaut und dabei keine weiteren Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt.

Während man bei der Kreis-Veterinärbehörde noch über rechtliche Schritte nachdenkt, hat die Stiftung "Hof Butenland" beschlossen, bei der Staatsanwaltschaft umgehend Strafantrag zu stellen.

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