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Bühnenreife Szenen im Stader Kreistag

Benjamin Koch-Böhnke ist sauer auf Hermann Krusemark
bc. Stade. Theater im Kreistag! Weil sich der Linken-Abgeordnete Benjamin Koch-Böhnke nicht den Mund verbieten lassen wollte, hatte der Vorsitzende Hermann Krusemark alle Hände voll zu tun. Eigentlich wollte der Linken-Politiker gerade ausholen, um die Buxtehuder Hochwasserschutz-Pläne an der Este auseinanderzunehmen, da stoppte ihn Krusemark. "Das ist nicht hinnehmbar", wetterte Koch-Böhnke und diskutierte lautstark mit den Abgeordneten.

Zum Hintergrund: Die Grünen wollten am Montag eine Resolution verabschieden, die darauf abzielt, ein ganzheitliches Konzept für die Este zu entwickeln und die "Zwischenlösung", so die Grüne Verena Wein-Wilke, mit Mini-Deichen und Spundwänden in Buxtehude zurückzustellen. Wie berichtet, liegen derzeit die Planunterlagen bei den Behörden aus.

CDU-Frau Arnhild Biesenbach argumentierte dagegen: "Wir brauchen für Buxtehude aber eine kurzfristige Lösung." Sie beantragte, die Resolutionsbemühungen der Grünen weiter im Fachausschuss zu debattieren. Das heißt für die anderen Abgeordneten: Sie dürfen sich laut Geschäftsordnung nur noch zur Begründung der Vertagung äußern, nicht aber inhaltlich zum Thema. Koch-Böhnke fühlte sich ungerecht behandelt, weil seiner Meinung nach andere Abgeordnete sehr wohl weitere Argumente vorbringen durften, er aber nicht. "Das hat mit Demokratie nichts zu tun", schimpfte er. Der Grünen-Antrag wurde mit großer Mehrheit in den Ausschuss für Regionalplanung und Umwelt verwiesen.

• Auch der Antrag des einzig verbliebenen FDP-Parlamentariers im Kreistag, Rudolf Fischer, zur Anbindung der A26 in Buxtehude wurde in den Bau- und Wegeausschuss überstellt. Fischer möchte das Planverfahren zum Ausbau der K40 als Anschluss an die A26 stoppen und stattdessen eine Umgehung planen. "Die K40 wird nie ein vollwertiger Anschluss", so Fischer. Die CDU plädierte für eine juristische Nachprüfung der K40-Variante.