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Bürgerinitiative Pro Camper Höhe glaubt nicht an eine echte Bürgerbeteiligung

bc. Stade. Die Bürgerinitiative (BI) Pro Camper Höhe übt Kritik an Teilen der Verwaltungsspitze, lobt gleichzeitig aber auch die Gesprächsbereitschaft von Bürgermeisterin Silvia Nieber. Zunächst zur Kritik:
Es passe ins Bild, dass der Kauf von Grundstücken rund um die Sportanlage in Ottenbeck im Jahr 2016, die laut dem Ersten Stadtrat Dirk Kraska für Flüchtlingsheim-Neubauten von der Stadt erworben wurden, jetzt für eine Sportplatzerweiterung genutzt werden sollen, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. In diesem Zusammenhang sei es merkwürdig, dass Dirk Kraska auf Nachfrage im Stadtrat den Namen des Gutachters nicht nennen konnte, der die angeblichen Sanierungskosten für die Camper Höhe in Höhe von drei Millionen Euro geschätzt habe. „Uns stellt sich die Frage, ob es diese Schätzung tatsächlich gibt, oder ob diese Zahl einfach gut zum Plan passt, die Camper Höhe aufzugeben und Ottenbeck für angebliche 2,5 Mio Euro zu erweitern“, so der Wortlaut in der Pressemitteilung. Von der BI eingeholte Expertenschätzungen liegen bei maximal 1,2 Mio. Euro Sanierungskosten für die Camper Höhe, die auf mehrere Jahre gestreckt werden können.
Darüber hinaus teilt die BI mit, dass es durchaus auch positive Erfahrungen mit Vertretern aus Politik und Verwaltung gegeben habe, wie z.B. das Gespräch mit Bürgermeisterin Nieber und Stadtbaurat Lars Kolk, in dem die Verwaltung deutlich gemacht habe, dass derzeit keine Wohnungsbebauung auf der Camper Höhe geplant sei. Auch die Gespräche mit Vertretern von CDU, SPD, FDP und den Linken seien stets konstruktiv und respektvoll gewesen.
Das geplante Bürgerbeteiligungs-Instrument eines Werkstattverfahrens setzt aus Sicht der BI jedoch ein hohes Vertrauen in Politik und Verwaltung voraus, da die Festlegung der Rahmenbedingungen - z.B. die Zusammensetzung der Jury - bei der Verwaltung liegt. „Wir befürchten, dass am Ende eines langwierigen Verfahrens doch die Interessen der meisten Bürger ausgehebelt werden und es zu einer Wohnungsbebauung auf der Camper Höhe kommt“, mutmaßt die BI. Zumal für den Ausbau der Sportanlage in Ottenbeck bereits Gelder zurückgestellt worden seien. Im Haushalt 2018 sind das eine Mio. Euro mit Sperrvermerk. Sofern der VfL Stade ein Konzept vorlegt, könnte das Geld freigegeben werden.