Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Das Busangebot im Kreis Stade weiter verbessern

Der Landkreis arbeitet an einer neuen Fahrplan-Struktur Foto: jd
(jd). Schüler sind auf sie angewiesen, Pendler nutzen sie eher wenig und viele steigen gar nicht erst ein, sondern ziehen den eigenen Pkw vor: Busse sind auf dem platten Land kein besonders beliebtes Verkehrsmittel. Um mehr Fahrgäste in die Linienbusse zu bekommen, will der Landkreis ein Maßnahmenpaket auf den Weg bringen, das das Busangebot in der Region attraktiver machen soll. Finanziert werden soll die Verbesserung des Linienverkehrs mit Geldern aus Hannover. Die rot-grüne Landesregierung stellt dem Kreis rund 300.000 zusätzlich Euro für den straßengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zur Verfügung. Erste kleinere Maßnahmen sind bereits umgesetzt, die meisten sind aber noch in der Planung.

Der "große Wurf" ist für das Alte Land vorgesehen. Dort soll künftig eine neue "Regionallinie" die Dörfer an der Lühe und Este auf der einen Seite besser an Stade und in der anderen Richtung besser an Hamburg - dort vor allem an Finkenwerder und Altona - anbinden. Diese Linie, die die Nummer 2050 erhalten soll, wird künftig zwischen dem Bahnhof Stade und der Haltestelle Estebogen bei Cranz verkehren. Von dort besteht dann eine Umsteigemöglichkeit zu den Hamburger Bussen.

Der Verlauf der neuen Linie soll konsequent der L 140 folgen. Schulverkehre von Hollern-Twielenfleth bzw. Bassenfleth nach Stade sowie die Strecke zum Twielenflether Freibad werden künftig über eine weitere neue Linie, die 2051, bedient. Mit der gestrafften Linienführung sollen kürzere Fahrzeiten erreicht werden: Bisher sind Busreisende von Stade nach Jork bis zu 45 Minuten unterwegs. Künftig soll Jork bereits in 37 Minuten erreicht werden.

Eine neue Buslinie schaffen - das ist allerdings nicht "mal eben so" getan: Was für den Laien einfach erscheint, stellt sich für den Experten als schwierige Materie dar: Die Planungen für diese neu strukturierte Linie 2050 seien äußerst komplex, so der Verkehrsplaner Joachim Sachs von der mit der Umsetzung der Maßnahmen betrauten Verkehrsgesellschaft Nordost-Niedersachsen (VNO). So müssen die Vertaktung mit anderen Linien und die Umstrukturierung des Haltestellen-Netzes berücksichtigt werden.

Weitere Prüfauftrage seitens der Politik zur Verbesserung des Busverkehrs arbeitet die VNO derzeit ab. Es geht vor allem um die Verbindungen Steinkirchen-Horneburg, Stade-Fredenbeck sowie Stade-Harsefeld. Über den Stand der Planungen berichtet das WOCHENBLATT in den kommenden Ausgaben auf den jeweiligen Lokalseiten.