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Davon träumt die Bürgermeisterin von Stade-Hagen

Inge Bardenhagen vor dem Dorfbäcker mit Post

Inge Bardenhagens Ziele für die Ortschaft: Dorfkneipe, Jugendtreff und eine bessere Busanbindung

tp. Hagen. Seit 40 Jahren lebt Bürgermeisterin Inge Bardenhagen (62, CDU) in der Stader Ortschaft Hagen. In der Zeit hat sich das Ex-Bauerndorf mit damals 750 Einwohnern zu einem modernen Wohnstandort für 1.700 Menschen entwickelt. Trotz vieler Vorzüge wie einem Ortszentrum mit kleinen Bankfilialen, Post, Arzt, Bäcker mit Einzelhandelssortiment, Schule, Kindergarten und dem Gemeindehaus Johannisscheune gibt es Versorgungslücken. Die Beseitigung der Infrastrukturmängel hat sich Bardenhagen, die im September nach fünfjähriger Pause ein zweites Mal zur Bürgermeisterin gewählt wurde, für die bevorstehende Amtsperiode zum Ziel gesetzt.

Beim WOCHENBLATT-Exklusiv-Rundgang verriet die Unternehmerin im Ruhestand und zweifache Großmutter ihre Visionen für das ruhige Dorf, in dem 90 Prozent der Bürger im Eigenheim leben, und das sie zwinkernd "den "Nobel-Vorort" Stades nennt:

• Engere Taktung der Busverbindungen. An Wochenenden seien die Hagener weitgehend von der Stadt Stade abgeschnitten. Zudem müssten Schulkinder, die zur in einer bestimmten Phase in der Mittagszeit mit einem Überlandbus aus Stade zurückkehren, außerhalb des Dorfes in Steinbeck aussteigen. Wegen des Unfallrisikos durch Kraftverkehr an der viel befahrenen Harsefelder Landstraße will Bardenhagen Abhilfe schaffen und hat dafür auch "Mitstreiter aus der SPD-Fraktion gewonnen". Bei der Stader Stadtverwaltung gibt man sich zögerlich, will vor der Änderung des Busfahrplans erst die Entwicklung des neuen Stadtteils Riensförde nahe Hagen abwarten.

• "Ich träume von einem Treffpunkt für Teenager", sagt Bardenhagen. Nachdem sich die Stadt bei der Jugendarbeit von der Hagener Kirchengemeinde getrennt hat, gibt es keinen Begegnungsraum für Jugendliche. Die Bürgermeisterin will mit der Kirchengemeinde in der Johannisscheune einen Treffpunkt mit ehrenamtlichen Betreuern etablieren.

• An der großen Kreuzung im Zentrum soll die Straßenbeleuchtung verbessert werden.

• In Hagen fehlt eine Einrichtung für Betreutes Wohnen. Bardenhagen sucht zum einen Investoren und zum anderen Grundstückseigentümer, die Bauflächen zur Verfügung stellen wollen.

• Für die "Sommer-Abende" im Park mit kulturellen Darbietungen wie zuletzt die öffentliche Proben des Chores "Hogener Lünen" sucht die Bürgermeisterin weitere Gruppen.

• Zum Schutz der Anwohner vor nächtlichem Zuglärm setzt sich Inge Bardenhagen weiter für die Verlegung des Bahnübergangs am Schafdamm ein.

• Nach der Schließung der Saal-Gaststätte Wiebusch sucht Inge Bardenhagen einen Gastronomen, der eine Dorfkneipe eröffnet.
Als Kauffrau wisse sie, dass eine reine Gaststätte wenig Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg habe, "aber träumen darf man ja".


Bürger-Sprechstunde

Jeden ersten Freitag im Monat hält Inge Bardenhagen um 15 Uhr in der Grundschule eine Bürger-Sprechstunde ab. Nächster Termin: 3. März. Tel. 04141 - 65073.