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Dem Anwohner in Stade stinkt's

Dauer-Stau an der Harburger Straße. Die Folge: Abgasmief

Abgase an der Harburger Straße: Stadt bessert bei Ampelschaltung nach

tp. Stade. Über den schleppenden Fortschritt der Bauarbeiten an der Harburger Straße in Stade beschwert sich Anwohner Günter Hesse (77). Der Rentner befürchtet ein Gesundheitsrisiko für sich und weitere Anlieger durch Autoabgase. Die Stadt will zumindest bei der Schaltung der Baustellenampel nachbessern.
Seit Wochen werde der Straßenverkehr wegen der Baustelle im Bereich der Eisenbahnbrücke durch eine Ampel geregelt. Dies führe beidseitig teilweise von morgens bis abends zu langen Verkehrsstaus mit hohem Schadstoffausstoß, so Hesse. Die Staus reichen nach seiner Beobachtung zeitweilig bis zum Kreisel "Kaisereichen".

Unabhängig von dem hohen Schadstoffausstoß sei es schwierig und gefährlich, als Anlieger vom Grundstück auf die Harburger Straße zu kommen. "Die Baustelle war sicherlich notwendig, aber warum müssen die Arbeiten über einen so langen Zeitraum von mehreren Wochen dauern?", fragt Hesse, dem es buchstäblich stinkt.

Das WOCHENBLATT hakt bei der Stadtverwaltung nach. Anwohner und Verkehrsteilnehmer müssen sich weiter in Geduld üben, denn laut Stades Pressesprecherin Myriam Kappelhoff schloss sich an die in der ersten Jahreshälfte durchgeführten Brückenbauarbeiten nun die Kanalbaumaßnahme an, die bis etwa Dezember andauern wird. "Es handelt sich damit um zwei voneinander getrennte Bauprojekte, die nicht miteinander kombinierbar waren, da die Baustelle in der räumlichen Ausdehnung sonst zu lang geworden und der Verkehr noch stärker beeinträchtigt worden wäre."

Die Baustellensicherung, insbesondere die Ampelschaltung, entspreche der verkehrsbehördlichen Anordnung. Die mit der Betreuung der Ampelanlage beauftragte Firma arbeitet derzeit an einer Optimierung der Ampelschaltung, insbesondere zu den Stoßzeiten.

Zwischenzeitlich wurde die Baustelle auf die andere Straßenseite verlegt. Die einspurige Verkehrsführung blieb dabei jedoch erhalten. Also kaum Besserung in Sicht, was Günter Hesses Ehefrau Dörte (73) "unmöglich" findet. Außerdem "unbegreiflich" für sie: Des öfteren sei halbe Tage kein Arbeiter auf der Baustelle zu sehen gewesen. "Kein Wunder, dass das so lange dauert"