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Demo in Stade: Ottenbecker protestieren gegen zu viele Flüchtlinge in ihrem Stadtteil

Der Demonstrationszug startete südlich der Hansebrücke...
jd. Stade. Ihrem Unmut über die geplante Unterbringung von 200 Flüchtlingen im Stader Stadtteil Ottenbeck machten am Samstagmittag rund 70 Bewohner des Stadtteils lautstark Luft: Die Menschen zogen mit Trillerpfeifen, Trommeln und Tröten durch die Stader Innenstadt zum Alten Rathaus. Sie folgten einem Aufruf der vor zwei Wochen gegründeten Bürgerinitiative "Zukunft Ottenbeck". Diese kritisiert vor allem, dass die Stadt über die Köpfe der Ottenbecker hinweg den Bau von zwei ausschließlich für Flüchtlinge bestimmten Mehrfamilienhäusern beschlossen hat.

BI-Mitglied Andrej Lorenz betonte auf den Abschlusskundgebung vor dem historischen Rathaus, dass sich der Protest nicht gegen die Menschen richte, die nach der Flucht ein neues Zuhause in Deutschland suchen, sondern gegen die Stadtverwaltung. Diese schaffe einfach Fakten und ignoriere die Sorgen und Nöte der Ottenbecker. Nach Meinung der BI sind 200 Flüchtlinge zu viel, um sie in Ottenbeck, wo etwa 2.000 Menschen leben, angemessen integrieren zu können. Allenfalls die Hälfte sei hinnehmbar, so Lorenz. Entsprechend lautete das Motto der Kundgebung: "Ottenbeck stellt sich quer - 100 Menschen das ist fair" stand auf dem großen Transparent, das dem Demonstrationszug vorangetragen wurde.

Zu der Kundgebung erschien auch eine Handvoll Gegendemonstranten: Mitglieder der Jusos und der Gewerkschaftsjugend entrollten ein Transparent mit dem Spruch "Gegen jede rechte Hetze" und skandierten den Solidaritäts-Slogan der Antifa: "Say it loud, say it clear: Refugees are welcome here!" (Sagt es laut, sagt es deutlich: Flüchtlinge sind hier willkommen).


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"Bürgerinitiative demonstrierte gegen Pläne der Stadt Stade zur Unterbringung von Flüchtlingen"