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Die Unterelbe als verbindendes Element

Entlang der Elbe sind verschiedene Unternehmen angesiedelt. Das Luftbild zeigt die Dow-Anlagen (Foto: www.luftbild.fotograf.de)
bc. Stade. Mit großer Mehrheit hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause ein Leitbild für den "Wirtschaftsraum Unterelbe 2030" verabschiedet. Ziel ist es, die Elbe als Trennlinie aufzubrechen.

Drei Länder sind an an dem Leitbild beteiligt: Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Am 13. Januar soll das neue länderübergreifende Regionalmanagement im Rahmen einer Zukunftskonferenz vorgestellt werden. Es soll als Orientierungsrahmen für künftige politische und unternehmerische Entscheidungen dienen.

Die konkrete Umsetzung von Projekten werde jedoch weiter in den Fachausschüssen des Landkreises begleitet, beruhigte CDU-Kreistagsabgeordneter Matthias Steffen. Er gab zu Bedenken, dass sich die Ausgestaltung des Leitbildes von anderen Institutionen wie der Metropolregion oder der Süderelbe AG abgrenzen müsse: "Das Leitbild muss eine sinnvolle Ergänzung sein und keine Parallelstruktur."

Die Grünen stimmten geschlossen gegen das Papier. Unabhängig von der Kritik an einzelnen Punkten wie u.a. dem schnellen Weiterbau der A20 mit fester Elbquerung ging es den Grünen um eine sachliche Diskussion in einem Fachausschuss. Die fand jedoch nicht statt. Das Papier sei in Teilen veraltet, moniert Fraktionschef Ulrich Hemke. Stichwort Olympia. Zudem seien die Themen Bildung und Kultur in dem Leitbild gänzlich ausgeklammert.

Als Vertreter des Landkreises Stade sitzen bei dem Projekt die Wirtschaftsförderung sowohl des Landkreises als auch der Hansestadt Stade sowie die IHK Stade mit im Boot. "Wir brauchen eine selbstbewusste Außendarstellung des Wirtschaftsraums. Über die Elbe hinweg", sagt Stades Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs.

Der Finanzausschuss der Stadt Stade gab bereits sein Okay für das Basispapier. Bürgermeisterin Silvia Nieber: "Wir müssen die Kräfte bündeln. Als einzelne Kommune findet man nicht mehr statt. Es wird nur noch in Regionen gedacht." Daher sei eine gemeinsame Vermarktung so wichtig, um junge und innovative Unternehmen in der Region anzusiedeln.

Grünen-Ratsherr Reinhard Elfring nannte das Leitbild die bessere Alternative zur "glücklosen" Süderelbe AG: "Die Süderelbe AG ist ein zusammengewürfeltes Konstrukt."

Weitere Themen im Kreistag:

• Mit großer Mehrheit hat der Kreistag zudem eine Resolution des Buxtehuder FDP-Kreistagsabgeordneten Rudolf Fischer verabschiedet, in der die ankommenden Flüchtlinge willkommen geheißen werden. Die Resolution wendet sich gegen jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

• Außerdem hat der Kreistag einstimmig eine Senkung der Abfallgebühren ab 1. Januar beschlossen.