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"Die Vision von 'klein Venedig' bleibt"

Noch eine Vision: die "Wasservillen", flache Schwimm-Hotels auf dem Burggraben bei "Kaufland" (hi.) (Foto: Wasservillen Stade)

Umstrittene "Wasservillen": Offener Brief des Investors und erste Bilder zu den schwimmenden Hotels

tp. Stade. Mit seinem Vorhaben, auf dem historischen Burggraben in der Nähe von "Kaufland" in Stade die schwimmenden Hotels "Wasservillen" zu errichten, stößt Investor Markus Albrecht auf harsche Kritik vieler Anwohner und des mitgliederstarken Stader Anglervereins. In einem offenen Brief, den das WOCHENBLATT in gekürzter Form abdruckt, erläutert Internet-Unternehmer Albrecht das Vorhaben aus seiner Sicht und legt erstmals Grafiken von den schwimmenden Urlauber-Unterkünften vor:
"Liebe Bürger,
Ziel ist es, ein touristisches Alleinstellungsmerkmal in der Altstadt zu schaffen, das begeistert und an dem sich jeder beteiligen kann. Dies sorgt für eine Stärkung und Aufwertung unserer Stadt - begleitet durch eine werbewirksame Vermarktung. Die 'Wasservillen' gewannen schnell viele Befürworter, begeisterte Weltmarken, sich im Projekt zu engagieren. Viele Ideen sind bereits aufgenommen, die Bürgerbeteiligung über das Internet lieferte starke Impulse.
Seit zwei Jahren wird von Verwaltung, Politik und Partnern an dem Projekt gearbeitet. Der zunächst vorgesehene Standort am Holzhafen wies keine ausreichende Wassertiefe auf, um alle "Wasservillen" schwimmen zu lassen. Der Burggraben hingegen ist genügend tief und wurde städtebaulich verträglich, sensibel und in politischer Abstimmung geplant. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mehrheitlich befürwortet.
Doch die Akzeptanz des Projektes am Burggraben ist nicht uneingeschränkt gegeben. Das wird respektiert. Aber die Vision des 'klein Venedig' im Norden - das heißt, am Bahnhof auf die Gondel, Halt im Restaurant, Weiterfahrt per E-Kanu zur "Wasservilla" - bleibt. Das innovative Buch und Kapitel 'Wasservilla" wird in den kommenden Tagen mit der Verwaltung weiter beraten und erst wieder geöffnet, wenn die Zeit reif ist."
Wie berichtet, ziehen die Gegner gegen das Projekt mit Argumenten zu Felde, wie: Am Standort sei es zu eng für die Hausboote und Parkplätze, auch werde das Stadtbild verschandelt. Zudem sei ein Laichgebiet für Fische in Gefahr. Die SPD-Fraktion im Rat trägt das Vorhaben zwar mit, mahnt aber zu einer behutsamen Entwicklung.
Markus Albrechts Bestreben ist eine breite politische Mehrheit für die "Wasservillen". Kippt der Standort am Burggraben, will er in Stade einen neuen Bauplatz suchen. "Plan B" ist eine Realisierung der "Wasservillen" in einer anderen Stadt. Mitte Oktober hat Albrecht einen Termin bei Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber.
www.wasservilla-stade.de