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Die zweite Sanierungswelle in Stade

Der Pferdemarkt mit Bushaltestelle, unebenem Holperpflaster und Bordsteinkanten wird voraussichtlich sein Gesicht verändern

Millionen für die Altstadt: Politik plant neues Städtebauprogramm / Denkmalschutz im Fokus

tp. Stade. Das letzte Facelifting von Straßen, Wegen und Häusern in der Altstadt von Stade liegt ein knappes halbes Jahrhundert zurück. Nach den 1970er Jahren könnte nun ab 2020 die zweite Sanierungswelle über das Herz der Hansestadt rollen. Damit die vom Amt für Regionale Landentwicklung, Standort Lüneburg, in Aussicht gestellten Fördermillionen fließen, muss die Stader Politik eine vorbereitende Untersuchung durch ein Planungsbüro in Auftrag geben. Der Freigabe der auf 40.000 Euro geschätzten Kosten, die bereits im Haushalt 2018 eingestellt sind, wird die Politik in dieser Woche voraussichtlich im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) zustimmen.

Die Untersuchung soll den Entscheidern vom Land städtebauliche Problemlagen schwarz auf weiß darlegen, von denen Lokalkennern schon längst wissen, wie störende Parkplätze, Reisebusverkehr, optische Mängel des Platzes Pferdemarkt mit seiner Multifunktion als Veranstaltungsort für Wochenmarkt, Weihnachtsmarkt und Co. sowie schlechte Anbindung von Gebäuden von Nebenlagen an die Hauptgeschäftsstraßen. Sanierungsbedarf sieht Stadtbaurat Lars Kolk u.a. bei dem aus vielen unterschiedlichen Belägen bestehenden, unebenen und stufenreichen Pflaster. Ähnliches gelte für weitere Bereiche der Fußgängerzone. Diese Missstände stünden im Kontrast zu den von Kolk als "städtebauliches Juwel" bezeichneten Teilen der Altstadt mit denkmalgeschützten Fachwerkfassaden, dem Hafen und den Fleeten mit maritimen Flair und dem markanten Geesthügel Spiegelberg.

Von der anvisierten Förderung, die auf den bestmöglichen Erhalt von Denkmälern abzielt, sollen nicht nur Bauvorhaben in öffentlicher Hand, sondern Projekte von Privateigentümer profitieren. Handlungsbedarf sieht die Verwaltung z. B. bei der Behebung von Leerständen und bei Nutzungsänderungen von Gebäuden.

Laut Lars Kolk will die Stadt bei der Planung die Zügel mittels einer eigenen Städtebau-Förderrichtlinie in den Händen behalten. Immerhin will sich die Stadt - im Rahmen einer Co-Finanzierung mit Bund und Land - mit einem Drittel an den jeweiligen Kosten beteiligen.