Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Diskussion über Einheitsgemeinde Lühe im Keim erstickt

Die Bildung einer Einheitsgemeinde Lühe ist wieder in weite Ferne gerückt (Foto: archiv /Montage MSR)
lt. Lühe. Fünf Jahre nachdem die Diskussion über die Bildung einer Einheitsgemeinde Lühe angeschoben wurde und kurz nachdem der Prozess wiederbelebt werden sollte, hat sich die Gemeinde Hollern-Twielenfleth deutlich positioniert und sich mit der Mehrheit von CDU, Freien Wählern und Bürgermeister Timo Gerke (parteilos) dafür ausgesprochen, die Diskussion nicht fortzuführen - und damit wohl den ganzen möglichen Prozess frühzeitig gestoppt.
Gerke, der einst für die Bildung einer Einheitsgemeinde war, erklärt seine 180-Grad-Wendung u.a. damit, dass seiner Meinung nach viele Projekte in Hollern-Twielenfleth wohl nicht realisiert worden wären, wenn die Gemeinde ihre Eigenständigkeit nicht hätte. Als Beispiele nennt Gerke die geplante Toiletten-Anlage in Bassenfleth, den Supermarkt in Grünendeich und den Bike-Park (das WOCHENBLATT berichtete).
Gerke sehe auch keine finanziellen Vorteile für seine Gemeinde. Bei den Info-Veranstaltungen vor einigen Jahren seien keine überzeugenden Argumente für eine Einheitsgemeinde geliefert worden, so Gerke.
Wenig überzeugte Töne kommen auch aus Steinkirchen. Bürgermeisterin Sonja Zinke hatte erst kürzlich eine Studie zitiert, die zu dem Schluss kommt, dass Einheitsgemeinden im Gegensatz zu Samtgemeinden finanziell keine Vorteile bringen.
Joachim Streckwaldt, Bürgermeister in Mittelnkirchen, sieht ebenfalls keine Vorteile in der Umbildung zu einer Einheitsgemeinde. In seiner Gemeinde gebe es keine Tendenz in diese Richtung.
Laut Neuenkirchens Bürgermeister Reinhardt Meyer habe es in der Gemeinde kürzlich noch keine konkreten Gespräche zu dem Thema gegeben. Große Vorteile sehe er aber auch nicht in der Umbildung der Samtgemeinde. "Es funktioniert doch alles gut so wie es ist", sagt Meyer.
Vor vier Jahren hatte sich übrigens der Steinkirchener Gemeinderat mit sieben zu vier Stimmen gegen weitere Diskussionen zur Umwandlung der Samt- in eine Einheitsgemeinde ausgesprochen und damit das vorläufige Aus für eine Einheitsgemeinde besiegelt.