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Ein großes Fest an der "Legal Wall"

Die "Legal Wall" unter der Hansebrücke

Politik plant überregionale Werbung für Kunstprojekt

tp. Stade. Norddeutschlands größte Wand für Graffiti, die "Legal Wall" unter der Hansebrücke am Bahnhof in Stade, wird von Sprayern aus der lokalen Szene gut angenommen: Das berichtete Leo Cordes (21) alias "Pseik", renommierter, selbstständiger Graffiti-Künstler aus Stade, kürzlich im Jugend- und Sozialausschuss der Stadt. Die Mitglieder des Gremiums schmiedeten erste Pläne für einen großen überregionalen Graffiti-Wettbewerb. Mit dieser und weiteren Aktionen soll die vor zwei Jahren eröffnete Mauer einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

SPD-Sozialpolitiker Oliver Kellmer, auf dessen Betreiben sich der Ausschuss mit der Zukunft der "Legal Wall" befasste, sagt: "Wir können uns gut ein Fest vorstellen, zu dem Profis aus anderen Regionen Deutschlands eingeladen werden sollen." Das Event mit Kreativ-Aktionen und Open-Air-Livemusik auf den angrenzenden Platz "Adolf Ravelin" soll zu einem noch unbekannten Zeitpunkt im Bereich des Bahnhofs stattfinden. Die Politik hat die Stadtverwaltung beauftragt, für die Party ein Konzept zu erstellen.

Künftig sollen Fotos der schönsten Graffiti auf der Homepage der Stadt präsentiert werden. Angesichts der hohen durchschnittlichen Materialkosten für ein Bild von 150 bis 200 Euro und der niedrigen Verweildauer der Motive, die nach ca. vier Tagen wieder übersprüht werden, hält Oliver Kellmer dies für einen sinnvollen Schritt.

Im Ausschuss waren auch die unschönen Schmierereien auf dem Gehweg und an Brückenpfeilern neben der "Legal Wall" sowie Müllansammlungen Thema. Laut Leo Cordes sind die Graffiti-Künstler nicht dafür verantwortlich. Die Sprayer haben eigenhändig einen Abfallbehälter für die leeren Lackdosen aufgestellt. Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe Stade (KBS) sollen den Mülleimer künftig regelmäßig entleeren.