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"Ein Schildbürgerstreich" in Himmelpforten

Unzufrieden mit dem flachen Bürgersteig und dem schleppenden Forschitt beim Anschluss der Laternen: Anwohner Martin Woitschek

Kaputte Straßenlaternen: Erneute Bauverzögerung in Wohnstraße Stubbenkamp


tp. Himmelpforten.
Mit Kopfschütteln und Ungeduld beobachten die Anwohner der Straße Stubbenkamp in Himmelpforten den schleppenden Fortschritt bei der von ihnen bereits seit dem Winter dringend geforderten Instandsetzung der defekten Straßenbeleuchtung im Zuge der Wegesanierung. Auch bemängeln sie die Ausfertigung des neuen Bürgersteigs.

Bereits Mitte Februar gingen Anwohner der Wohnstraße an der Einmündung zur Bundesstraße B73 auf die Barrikaden und forderten mit einer Protestaktion, bei der sie in der Dämmerung 200 Grabkerzen entzündeten, den zügigen Austausch des maroden, jahrzehntealten Erdkabels zu den Laternen, die bereits seit Mitte Dezember in Teilen der Straße ausfielen (das WOCHENBLATT berichtete).

Nun meldet sich der Initiator der Nachbarschafts-Demo, Martin Woitschek, zu Wort. Er ist ungehalten: Die Bauarbeiten am Fußweg mit neuem Erdkabel seien zwar seit mehr als einer Woche abgeschlossen, "doch die Straßenbeleuchtung funktioniert immer noch nicht". Laut Woitschek habe die Kommune in einem Rundschreiben die Fertigstellung der neuen Straßenbeleuchtung gemeinsam mit dem Fußweg in Aussicht gestellt. Doch noch immer herrsche Dunkelheit. "Nach nunmehr vier Monaten sollte das eigentlich mal ein Ende haben."

Zwischenzeitlich haben Handwerker mit dem Anschluss der Laternen begonnen.
Überdies kritisiert Martin Woitschek das aus seiner Sicht schlechte Timing der beteiligten Firmen und der Verantwortlichen aus der Verwaltung. Für den Anschluss der Laternen ans neue Erdkabel mussten die Handwerker die frisch verlegten Pflastersteine wieder aufnehmen.

Auch ist Martin Woitschek unzufrieden mit der Ausfertigung des Bürgersteigs. Die Bordsteinkanten seien so niedrig, dass Pkw bei Begegnungsverkehr von der Fahrbahn auf den Gehweg ausweichen und dabei Fußgänger gefährden. Damit verfehle die Bordsteinkante ihren Zweck der Sicherung von Passanten. "Ein Schildbürgerstreich", so sein Kommentar.

Bürgermeister Bernd Reimers, der die Empörung nur in Teilen nachvollziehen kann, bedauert die erneute Verzögerung, die seines Wissens ihre Ursache in Krankheitsfällen bei der Fachfirma habe, die die mit LED-Glühbirnen nachgerüsteten Laternen ans Stromnnetz anschließt.

Unterdessen mahnt Reimers zur Rücksichtnahme und besonnenen Fahrweise auf der aus Sicherheitsgründen als Tempo-30-Zone ausgewiesenen Strecke. Er verweist auf den anhaltenden Platzkonflikt zwischen rollendem Verkehr und parkenden Autos, aufgrund dessen gelegentliches Ausweichen der Pkw auf den Gehweg unvermeidbar sei.