Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Eindeutiges Votum für Michael Roesberg

Gute Stimmung auf dem Kreis-Parteitag: Landrat Michael Roesberg (li.), Kreis CDU-Chef Kai Seefried (Foto: oh)

Kreis-CDU nominiert Amtsinhaber erneut zum Landratskandidaten / Großes Vertrauen in Kai Seefried

tp. Harsefeld. Bereits seit einigen Wochen ist bekannt, dass die CDU-Kreistagsfraktion Stade den amtierenden Landrat Michael Roesberg (56, parteilos) aus Harsefeld als Kandidat für die am Sonntag, 25. Mai, stattfindende Landratswahl favorisiert. Jetzt haben die Christdemokraten Roesberg auf ihrem Parteitag in der Harsefelder Festhalle mit großer Mehrheit offiziell zum Anwärter auf den Chefsessel nominiert. Mit einem eindeutigen Ergebnis sprach die Partei auch dem Kreisvorsitzenden Kai Seefried (35) aus Drochtersen-Assel ihr Vertrauen aus.

Die knapp 140 anwesenden CDU-Mitglieder nominierten Michael Roesberg mit 97,8 Prozent aller Stimmen zum Landratskandidaten. Der Landtagsabgeordnete Kai Seefried erreichte bei nur einer Gegenstimme einen Anteil von 99,2 Prozent. Er bleibt für weitere zwei Jahre Kreis-CDU-Chef.

In seiner Rede verwies Michael Roesberg auf die neuesten "Prognos"-Studien zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, in denen der Kreis Stade um mehr als 100 Plätze nach oben aufgeholt habe und deshalb im Magazin "Handelsblatt" als „Wunder im Norden“ bezeichnet wurde. Bei der künftigen Arbeit der Kreisverwaltung mit den rund 700 Mitarbeitern gehe es nun darum, "den Landkreis Stade auch als Marke weiterzuentwickeln“, so Roesberg.

Unterdessen hat die Kreis-SPD kürzlich überraschend einen in der Region unbekannten Landratskandidaten aus dem Hut gezaubert: Robert Crumbach (51) aus Potsdam (das WOCHENBLATT berichtete). Der Jurist sieht den Landkreis Stade zwar gut verwaltet, aber nicht ausreichend gestaltet. Crumbach hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, der Verödung abgelegener Landstriche entgegenzuwirken. Er will sich künftig zweimal wöchentlich in der Region blicken lassen.

Der Kreistagsabgeordnete Benjamin Koch-Böhnke (Die Linke) aus Buxtehude kritisiert Crumbachs Nominierung als "SPD-Alleingang", mit der die Sozialdemokraten das Angebot einer gemeinsamen Suche nach einem Kandidaten ausgeschlagen hätten. "Mit diesem Vorgehen wurde die Chance vertan, Roesberg im Mai abzulösen", so Koch-Böhnke. Er schließt nicht aus, dass sich auch die Mitglieder der "Linken" auf Crumbach hätten verständigen können.

• Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der CDU wurden der Ex-Landtagsabgeordnete Richard Toborg aus Wischhafen, Johann-Peter Hink aus Kutenholz und Hans-Heinrich Völckers aus Hollern-Twielenfleth ausgezeichnet. Für seine 40-jährige Mitgliedschaft wurde Hermann Meinke aus Harsefeld geehrt.