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Eine Ringlinie für die Hansestadt?

Zwei Vorschläge für eine Ringlinie (gestrichelt) zwischen den Bahnstrecken nach Cuxhaven und nach Bremervörde (gelbe Linien). Mögliche Haltestellen wären in Hahle, Haddorf, Wiepenkathen, Klein Thun und Ottenbeck (Foto: Werner Heuer)
bc. Stade. Eine zusätzliche Haltestelle für den Metronom-Zug in der Nähe des Elbe-Klinikums in Stade schlug SPD-Fraktionschef Kai Holm vor einigen Wochen vor. Eine gute Idee, dachte sich WOCHENBLATT-Leser Werner Heuer (69) aus Buxtehude. Warum den Vorschlag nicht weiter denken! Der Elektro-Ingenieur und pensionierte Berufsschullehrer bringt eine Ringlinie für die Hansestadt ins Gespräch.

So sieht sein Konzept aus: Die zwei Bahnlinien, die aus Stade nach Cuxhaven und nach Bremervörde führen, könnten zu einem Ring verbunden werden (siehe Grafik). "Die S-Bahn könnte die Gleise nutzen", so Heuer. Die Vorteile lägen auf der Hand: die Anbindung der Stader Außenbezirke an die Bahn, schnellere Verbindungen ohne Stau in die Innenstadt, keine Verkehrsbelastung durch Pendler. Heuer: "Man könnte Haltepunkte in Hahle, Haddorf, Wiepenkathen und zum Beispiel in Ottenbeck einrichten."

Zugegeben eine gewagte Utopie. Aber ohne Utopien gebe es keinen Fortschritt, so Heuer.

Kai Holm möchte trotzdem zunächst kleiner planen. Zumal sein Vorstoß bei der zuständigen Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) nicht auf Ablehnung stieß. Nach einem Treffen von Bürgermeisterin Silvia Nieber mit Vertretern der LNVG vor wenigen Wochen wird die Stadt in Kürze einen förmlichen Prüfauftrag an die Verkehrsgesellschaft stellen, sofern die Politik denn mehrheitlich grünes Licht gibt.

Zur Erklärung: Die LNVG muss den Bedarf für einen neuen Haltepunkt prüfen. Nach WOCHENBLATT-Informationen könnte der Neubau einer Haltestelle etwa vier Mio. Euro kosten.

Ein möglicher Standort könnte nach Angaben von Holm, der auch Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Elbe-Kliniken ist, auf Höhe der Bahnbrücke "Bremervörder Straße" sein. Holm rechnet den Bedarf vor: "90.000 Patienten, 1.700 Beschäftigte und unzählige Besucher frequentieren jährlich die Klinik. Hinzu kämen etliche Pendler aus Hahle und Umgebung."