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Empörung über linke Parolen auf Kriegsgräbern in Stade

Beschmierter Gedenkstein auf einem Soldatengrab Fotos: tp

Dr. Peter Meves: "Das ist Störung der Totenruhe"

tp. Stade. Schockiert über deutliche Spuren von Grabschändung auf dem städtischen Garnisonsfriedhof in Stade ist Dr. Peter Meves (83). Mehrere Soldatengräber aus dem Zweiten Weltkrieg sowie Gedenksteine sind mit linken Parolen, dem Anarchie-Symbol sowie Beschimpfungen wie „Drecksnazis“ besprüht.

Die Graffiti-Schmierereien waren Dr. Meves, seiner Enkeltochter (13) und seinem Enkelsohn (20) am vergangenen Wochenende bei einem Besuch des benachbarten Horst-Friedhofes aufgefallen. Peter Meves, den viele Bürger aus Stade wegen seines gewissenhaften geschichtlichen Engagements kennen, ist empört: Er will Strafanzeige wegen „Störung der Totenruhe“ stellen.

Die pietätlose Sachbeschädigung stammt laut einem Sprecher der Stadt Stade bereits aus dem Frühjahr. Sie wurde am 21. April entdeckt und angezeigt, allerdings nicht öffentlich gemacht. Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe „(KBS) konnten - trotz größerer Bemühungen und mehrerer Versuche - den Farblack seitdem jedoch nur oberflächlich entfernen. Schließlich wurde eine Spezialfirma, die in Kürze mit der Arbeit beginnt, mit der Beseitigung der Graffiti beauftragt.

Der Sachschaden beträgt rund 6.000 Euro. „Der ideelle Schaden“, so der Stadtsprecher, gehe jedoch ins „Unermessliche“.